D&D-Tip: Persönliche BH-Beratung in Hannover

On Bratabase

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Donnerstag, 27. Februar 2014

[Brabarella-Plausch] Warum uns Bra-Fitting wichtig ist...

Die nächste Frage in der Reihe unserer kleinen Auto-Interview-Gesprächsrunde...

MiaRose: Warum ist Brafitting euch wichtig?

Anja: Als ich selbst anfing, passende BHs zu tragen, bei denen ich meine BHs nicht mehr stündlich nachjustieren musste, hat mir das einen sehr großen Schub an Selbstvertrauen, Freiheit und Unbefangenheit wiedergegeben. Selbstvertrauen, dass es nur am mangelnden Angebot und nicht an meinen Brüsten lag, dass die BHs früher nicht saßen. Und auch das Selbstvertrauen, jetzt auch mal etwas tiefer ausgeschnittenes zu tragen ohne ständig nachkontrollieren zu müssen, ob noch alles gut sitzt. Freiheit und Unbefangenheit, weil ich jetzt wild tanzen kann, ohne dass mir die Brüste wehtun. Oder mich auch ohne Vorsichtsmaßnahmen z.B. vorbeugen kann (früher habe ich mir dann immer die Hand vor den Ausschnitt gehalten, damit meine Brüste nicht aus dem BH fallen), ich mich also unbefangener bewegen kann. Diese Veränderungen bei mir selbst zu erleben - das möchte ich auch gern an andere Frauen weitergeben. Außerdem berate ich gern, was ja auch ein Teil des Brafittings ist.

george: Für mich war Bra Fitting vor allem ein Hintertürchen in die Praxis - ich komme eigentlich aus sehr abstrakten politisch-theoretischen Zusammenhängen, hab also immer "von oben nach unten" gedacht. Daß ein passender BH bei vielen Frauen so einen fundamentalen Unterschied im Körpergefühl ausmachen könnte, hätte ich mir nicht träumen lassen. Besonders schön finde ich, daß den meisten Frauen durch die Bra Fitting Community erst bewußt wird, daß nicht sie selbst irgendwie komisch sind, sondern daß viele, viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen. Mit dieser Überschreitung der individuellen Perspektive eröffnen sich dann auch andere feministische Themenfelder rund um Diversity, Körpernormativität, Schönheitsideale...

MiaRose: Für mich ist es ein bisschen eine Mischung aus beidem. Es war ein unglaubliches Aha-Erlebnis endlich passende BHs zu tragen. Kein Zerren, weniger Ziepen, kaum Zuppeln mehr. Aber primär ist es auch die Erleichterung, dass man nicht anders, nicht irgendwie falsch ist. Das es anderen genauso geht. Das eines nicht besser ist als das andere. Dieses Gefühl möchte ich gerne weitergeben. Brafitting ist für mich ebenfalls ein feministisches Thema und hat mir noch mehr den Zugang zu anderen Themen wie eben Diversität, einem positivem Körpergefühl und Selbstbild, konstruierter Schönheitsideale etc.

Wie ist das bei euch? Interessiert ihr euch für Bra-Fitting?
Oder vielleicht für ein ähnliches Thema? Los! Erzählen! :)

Donnerstag, 6. Februar 2014

[Brabarella-Plausch] Warum wir bloggen...

 In letzter Zeit hat sich herausgestellt, daß Bloggen gleich noch viel mehr Spaß macht, wenn man sich nebenbei ein bißchen austauscht. Da es hier auf dem Blog manchmal ein wenig anonym (=gesichtslos) zugeht, dachten wir daß es vielleicht auch für euch interessant sein könnte, uns ein bißchen besser kennenzulernen. Deswegen unternehmen wir einen Versuch mit einer neuen Kategorie, dem Brabarella-Pläuschchen, einer Art Unterhaltung mit uns selbst. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr uns selbstverständlich auch Fragen stellen (entweder als Kommentar unter dem Text, per Email an drueberunddrunter ät gmx pünkt net oder auch per Twitter @drueber_drunter).

MiaRose: (@george) Wie ist denn eigentlich die Idee zum Blog entstanden?

george: Eigentlich wollte ich ursprünglich im Rahmen der Busenfreundinnen bloggen, da ich da sowieso schon sehr aktiv war. Ich dachte ein Blog wäre eine tolle Ergänzung des Forum für alle, die keine Zeit oder Lust haben, den verschiedenen Diskussionen zu folgen. Technisch war eine Blog-Integration bei BF aber im Winter/Frühjahr 2011 nicht umsetzbar, also hab ich mich selbstständig gemacht - in der Hoffnung, daß vielleicht ein paar Busenfreundinnen mitmachen wollen. Und da seid ja ihr. Insofern kann ich die Frage direkt zurückgeben: Warum habt ihr euch denn entschieden unter die Bloggerinnen zu gehen?

MiaRose: Ich hatte schon immer ein großes Mitteilungsbedürfnis und schreibe gerne. In der Uni wurde dieses Verlangen fast erstickt, da ich mir beim akademischen Schreiben zu viele Gedanken darüber mache, dass ich etwas falsch machen könnte und Angst vor 'Plagiat-aus-Versehen' etc. habe. Außerdem verstauben meine Essays und Hausarbeiten nur auf den Festplatten und in den Schubladen einiger weniger, während das Gebloggte, so hoffe ich, doch eine breitere Leserschaft erreicht. Und Menschen vielleicht sogar weiterhilft.

george: Oh ja, das kenn ich. Dieses stupide Wiedergeben der Texte anderer Menschen mit möglichst lückenlosem Nachweis, daß man bloß keinen eigenen Gedanken dazu gefaßt hat, das ist echt ein Kreativitätskiller. Und wie ist/war das bei dir, Anja?

Anja: Ich schreibe und lese einfach gern und hatte früher schon einmal vor, einen Blog zum Thema "Vegane Rezepte und Musik, die ich toll finde" zu machen. Während meines Studiums war ich noch stark mit Musik beschäftigt, seit letztem Jahr hat sich meine Neugier auf Neues und dem Sammeln von Wissen aber von der Musik auf BHs verlagert. Letzten Sommer (also 2012, falls der Text mal ohne Datum irgendwo stehen sollte) wurde ich gefittet und seitdem hat sich mein Wissensdurst und Forscherdrang mit meiner Lingerieleidenschaft verbandelt und ist kaum aufzuhalten.

Und ihr, liebe Leserinnen - wie steht es um euer Mitteilungsbedürfnis? 
Schreibt, bloggt oder twittert ihr auch?

Virtuelle TeaTime (Bild von Rgaudin via Wikicommons)

Montag, 27. Januar 2014

D/E Sugarshape Leyla

English below,

Gestern gab es die Markenvorstellung heute möchte ich euch einen Sugarshape BH genauer vorstellen: Leyla. Das Modell Leyla ist ein aus einem Stück gefertigter (gemouldeter), gepolsterter Full Cup.

Größe: 
Der Sugarshape Leyla unter einem Urkye T-Shirt,
an der linken Brust kann man das Brötchen erahnen
und man sieht den BH aus dem Ausschnitt blinzeln. 
Ich trage momentan die meisten meiner BHs in 32F oder 32FF. Sugar Shape hat ein eigenes Größensystem, das sich aus zwei Werten errechnet:
Ich habe wie gefordert meinen Brustumfang in einem ungefütterten BH gemessen und meinen Unterbrustumpfang sehr eng. Das ergab einen Wert von 97cm und 73cm.
Während ich die Art der UBU-Feststellung für unproblematisch halte, kann ich das für den BU nicht sagen. Aus gutem Grund verlangen die Busenfreundinnen für eine Ferndiagnose auch den vornübergebeugten BU der unbekleideten Brust, den liegenden BU und eine detaillierte Beschreibung der Brust und des Oberkörpers. Ich habe mich im Marcie gemessen, der stark pusht und die Brüste nach vorne bringt. Ohne Bh, schaff ich die 97 nur wenn ich mich vornüber beuge.   Mir war 75/97,5 im Körbchen höchstwahrscheinlich 2,5cm/ 1 Größe zu groß. Beim UBB waren sich die Expertinnen der Bfs uneinig, die Bilder von mir im Leyla gesehen haben. Es wurde angemerkt, das es aussehe als ob der BH hochrutscht aber gleichzeitig einschneidet. Das UBB ist definitiv fest. Ein 75er Freya-Band wäre mir viel zu weit, das Leyla-UBB passte dagegen gut. Ich denke es hätte tatsächlich einen Ticken enger sein können, das Hauptproblem war allerdings das Gummi mit dem der Mesh des UBBs eingefasst ist. Nach 10 Minuten Probetragen hatte dieser bereits eine gut sichtbare Linie in meiner Haut hinterlassen. Linien sind bei mir normal, allerdings sollten sie nicht so schnell erscheinen und so krass einschneiden.

Maße: Bratabase Link

Leyla im Vergleich mit einem oft getragenen Cleo Marcie in 32F (nicht farbecht)
Schnitt:
Nach längerer Überlegung komme ich zu Schluss, dass der BH ein Full Cup ist. Ist und sein soll.  Zuerst war ich überzeugt, dass er an mir so bedeckend ist, weil er zu groß ist. Allerdings sieht er auch bei den Models auf der Webseite so bedeckend aus. Full Cups sind für mich nicht ideal, da sie mit viel Volumen im oberen Bereich der Brust schlecht zurecht kommen. Sprich die Leyla schneidet ein.  Ich denke jemand mit einer ausgeglichenen Volumenverteilung, bzw. mehr Volumen im unteren Bereich sollte gut mit dem BH klar kommen.
Gut gepolstert: Der BH hält auch alleine seine Form

Innenansicht

Träger:
Die Träger sind relativ weit außen platziert. Ich bin ja eine Kandidatin, die öfters mal damit zu kämpfen hat, dass die Träger zu weit außen sitzen und in meine Achsel einschneiden. Hier ist das Problem eher, dass das Körbchen sehr weit hoch reicht und daher einschneidet. Ich dachte erst es liegt daran, dass der BH ein wenig zu groß ist, aber auch bei den Bildern reicht das Körbchen weit hoch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bequem ist. Was dagegen sehr bequem ist, war die Breite der Träger. 2,5 cm, ist schon ordentlich. Sie sind auf der ganzen Länge regulierbar.

Brustform/Halt:
Rund, angehoben und leicht zur Mitte gebracht. Kein Super-Pushup, aber Leyla zaubert schon ein sichtbares Dekolletee. Gefällt mir. Ich fühle mich auch gut gehalten.

Preis-Leistungsverhältnis:
Die BHs sind nicht günstig. Leyla kostet 55,50 Euro. Ich musste bei dem Preis schon schlucken. Daher war ich auch sehr froh als mir das BH-Set angeboten wurde. Ich habe schon lange keinen BH mehr gekauft, der über 40 Euro kostet. Mensch muss allerdings auch keinen Versand bezahlen (die Rücksendung allerdings schon). Mensch sollte auch bedenken, dass Sugarshape wahrscheinlich nur eine geringe Stückzahl produziert und für ein unabhängiges Label liegen die Sachen im unteren Mittelfeld. Allerdings muss ich sagen, dass ich bei dem Preis gehofft hätte, das die BHs in der EU gefertigt werden. Wenn man mal die polnischen Labels anschaut, sieht man ja das es möglich ist, in der EU zu produzieren ohne das die Kosten explodieren.

Höschen in 100 und der Bra Charm

Höschen:
Meine Hüften messen 102 cm und das 100 Höschen hat mir in der Weite gut gepasst, war tendenziell etwas weit. Es war allerdings nicht bedeckend genug und sehr 'tief' geschnitten. Zwischen Bauchnabel und Höschenbeginn passte deutlich mehr als eine Handbreit. Leider wurde dasselbe Gummi wie beim BH gepasst, was eingeschnitten hätte wäre das Höschen enger gewesen.


Für wen ist der BH geeignet:
Menschen, deren Brustvolumen ebenmäßig verteilt ist. Die mittelbreite Bügel brauchen und selten ein Seitenproblem haben. Jemand der einen bequemen Bh sucht und auch mit dem Bedeckungsgrad eines Full Cups kein Problem hat aber trotzdem ein gepushtes Dekoltee und runde Brüste haben will.

Sugarshape hat mir das BH-Set freundlicherweise für eine Review zur Verfügung gestellt.

Habt ihr Sugarshape schon probiert? Wie findet ihr die BHs?

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Sonntag, 26. Januar 2014

D/E Sugarshape - Vorstellung Marke und Konzept/Introduction Brand and Concept

English below
Eine (relativ) neue Marke, mit einem großen Größenspektrum, einem spannenden Konzept, deutsch und sympathischen Geschäftsführerinnen. Famos! Das klingt als ob das Universum meine Bitten erhört hat. Aber wie immer ist nicht alles so rosarot, wie es am Anfang scheint. Ich werde zwei Beiträge schreiben, einen zur Marke Sugarshape und einem zum BH-Set Leyla.
Ich beobachte die Marke schon länger. Kennengelernt habe ich sie nicht über die Busenfreundinnen oder über die internationale Brafittingszene, sondern weil sie Thema war in der PR-Agentur in der ich zu der Zeit Praktikum gemacht habe. Es ging um das Thema "Seedmatch", denn die beiden Hamburger Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers haben ihre Marke 2012 dank Crowdsourcing an den Markt bringen können.
Eines der neuesten Modelle: Marilyn- Ein ungefütterter Balconette
Was die Marke von anderen maßgeblich von anderen unterscheidet ist das Größensystem. Statt den üblichen Körbchengrößen A-M, bzw. seien wir mal realistischer B-E, wird bei den Sugarshape-Schwestern die Größe direkt durch den Brustumfang (BU) bestimmt. In Schritten von 2,5 cm bietet Sugarshape Größen zwischen 82,5 und 120. Das sind beeindruckende 16 mögliche Körbchengrößen und mehr als der Großteil aller Hersteller produziert. Der Unterbrustbereich ist kleiner, aber mit 65 bis 100, hier gehts mit fünfer Schritten weiter, noch immer überdurchschnittlich groß. Leider sind längst nicht alle Größen in allen Modellen verfügbar. Das Größenspektrum ist trotzdem Grund zur Freude, das Größensystem allerdings nicht.
Ruby - ein Träumchen und
gepaddeter Halfcup
Das Sugarshape-Größensystem soll helfen, Frauen anzusprechen, die mit Buchstabenphobie kämpfen. Das ist in zweifacher Hinsicht ein cleverer Schachzug. Aus der Fittingspraxis ist natürlich wohlbekannt,  das alles über D, inzwischen vielleicht auch E, bei vielen noch immer eine Abwehrhaltung auslöst, wobei ich glaube, dass sich da viel getan hat. Außerdem bindet es die Kunden natürlich auch an den Produzenten. Denn eine Frau, die ihre Sugarshapegröße kennt und zum Beispiel eine 75/97,5 hat, weiß ja dann noch immer nicht, das sie es anderswo mal mit einer 32FF versuchen könnte.
Jetzt kann man natürlich sagen, aber die Größen der UK-Marken unterscheiden sich doch auch und obwohl sie mit dem selben System arbeiten, muss mensch ausprobieren. Absolut. Aber wenn man bei Freya meistens eine 32G trägt, dann ist das schon einmal ein guter Ausgangspunkt um zum Beispiel von da aus mal Curvy Kate oder Panache oder Tutti Rouge auszuprobieren. Es wird so nicht wirklich viel für die Aufklärung zu Größen und gegen Buchstabenphobie getan. Ich frage mich was eine Frau denkt die mit den Sugarshape-Schnitten nicht zurecht kommt? Jetzt finde ich selbst bei den Spezialisten für "Übergrößen" nichts? Ich muss mich wohl mit meinen Brüsten abfinden. Bizarr finde ich auch die Darstellung Sugarshapes es gäbe sonst keine Marken, die BHs in jungen, coolen Designs und großen Größen anbieten. Selbst wenn man die Einschränkung auf den deutschen Markt bezieht, bekommt man bei Onlineanbietern wie lace.de, enamora.de, onlyher.eu in, zugebenermaßen raren, kompetenten  Fachgeschäften und bei Change schon einiges mit durchaus ebenso gewagten oder noch ausgefalleneren Designs als die Sugarshapler.

Mein persönlicher Favorit - Seaside
(leider schon ausverkauft)
Die zweite Besonderheit der Marke zielt ebenfalls auf Kundenbindung. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Die Kundinnen* werden partizipativ in das Geschehen einbezogen. Sie können auf der Website und bei Facebook, abstimmen über Namen, Farben und die Bra Charms. Das sind die kleinen niedlichen Wechselanhänger, die man an den Bh hängen kann. Es erinnert mich vom Stil her sehr an die früheren Kampagnen von Curvy Kate. Überhaupt scheinen, die Marke sehr nahbar, so hat mir bei meinem Kontakt mit dem Shop im Vorfeld zu dem Post, tatsächlich die sehr nette und zuvorkommende Laura geantwortet und weiter geholfen. Auch die Person mit der ich via der Website live chattete war sehr hilfsbereit. Leider wurde auch im Chat bei der Suche nach der richtigen Größe nicht darauf eingegangen, dass es noch weitere Faktoren gibt, außer den zwei Maßen, die den Sitz eines BHs beeinflussen. Aber dazu mehr im zweiten Teil der Review.
Diese Nahbarkeit und Sympathie die die beiden Schwestern, die Marke und das PR- und Werbekonzept sind es dann auch, die zu meiner Enttäuschung beiträgt. Da sind meine Erwartungen dann einfach höher als bei einem Konzernriesen wie Wacoal/Eveden. Andererseits finde ich es natürlich klasse, was die Sugarshapler auf die Beine gestellt haben, ich finde, um dem morgigen Beitrag mal vorzugreifen, die BHs qualitativ hochwertig und vom Sitz auch nicht schlecht.

Was haltet ihr vom Sugarshape Konzept und Größensystem?

*Disclaimer: Alle Bilder sind Eigentum von Sugarshape und wurden mir zur Benutzung zur Verfügung gestellt

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Dienstag, 17. Dezember 2013

D: Das regenbogen-pupsende Einhorn

Das regenbogen-pupsende Einhorn symbolisiert a) meine Liebe für die TV-Serie Supernatural, b) etwas was wunderbar aber fiktiv ist oder c) beides.

Heute geht es allerdings nicht um meine Liebe für leicht ausgelutschte TV-Formate mit hochproblematischen Darstellungen von Frauen sondern um eines meiner metaphorischen Einhörner, nämlich gut sitzende Blazer für vollbusige Menschen, die offen und geschlossen hübsch aussehen. Ich habe eine Schwäche für Blazer, sie werten, meiner Meinung nach, jedes Outfit auf und sind der Strickjackes erwachsenen coole Schwester. Meine Suche nach dieser mythischen Kreatur war lang und voller Enttäuschungen. Im Laufe der letzten Jahre hatte ich bestimmt hunderte von ihnen an. Von verschiedenen Marken, aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Taillen- und BH-Größen. Selbst Pepperberry und Urkye waren Enttäuschungen. Beide hatten genug Raum für die Brust sahen dafür aber offen mehr als leicht nach Kartoffelsack aus. Ich dachte schon ernsthaft darüber nach dem Rat zu folgen einfach einen zu kaufen, der viel zu klein ist und ihn dann nur offen zu tragen. Tja, und dann durchstöberte ich an einem Freitagnachmittag eine der drei örtlichen Boutiquen und irgendwie machte es klick und ich beschloss zu akzeptieren, dass es Einhörner, besonders die die Regenbogen pupsen, ins Land der Mythen gehören. Zumindest noch oder schon wieder. Von daher sieht mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst wie folgt aus:



Am farb- und mustergetreusten. 

Hilfreich bei diesem Modell namens Opus Juno Structure ist die Länge, kurz genug um nicht nach einer Box auszusehen aber nicht lang genug um Probleme an meinen Hüften zu verursachen. Außerdem eine dreier Knopfleiste, die verhindert, dass es oben aufklafft. Und natürlich die Freundinnen jeder Taille: Prinzessinennähte (im Zoom auf der Webseite zu sehen)! Darüber hinaus ein dicker, weicher Baumwollstoff, der relativ dehnbar ist aber nicht so dünn, dass er Falten wirft oder zu 'gemütlich' aussieht.
Ist sie perfekt? Nein, natürlich nicht. Zu machen kann ich sie gerade so ohne, dass der Knopf droht abzuspringen. Auch in der Taille könnte sie ein bisschen enger sitzen und ein Ticken länger wäre auch nicht schlecht. Aber es ist schon okay so und sieht besser aus als 80% der Blazer die ich vorher an hatte.



Und was ist euer Einhorn? 

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Montag, 2. Dezember 2013

D: Faktoren die die Passform beeinflussen

Auch gute Größenrechner liegen mal daneben. Warum ist das so? Ich weiß noch, wie ich am Anfang meiner Fittinggeschichte auf einen Rechner stieß der sehr oft empfohlen wurde und dann dachte prima, endlich kann es losgehen. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Denn es gibt viele Faktoren die den Sitz eines BHs und die Größe beeinflussen, die wenig mit dem gemessenen Unterbrustumfang (UBU) oder Brustmaß zu tun haben. Das erklärt auch warum auch zwei Frauen mit exakt gleichen Maßen im selben BH unterschiedliche Größen tragen.

(Kopflose und armlose) Vogelperspektive -
oben eine breite, unten eine schmale Brustbasis
Breite der Brustbasis: Die Brustbasis ist die Fläche auf der das Brustgewebe am Oberkörper ansetzt. Eigentlich ist es ganz einfach: Eine breite Brustbasis, also eine solche die horizontal viel Platz auf dem Brustkorb einnimmt, braucht breite Bügel. Wie weiß mensch denn aber ob mensch eine breite Brustbasis hat? Zieh deinen BH aus und drück deine Brust mit der Hand leicht gegen den Brustkorb und dann in Richtung Achsel. Es sollte sich eine Falte bilden. Mal diese nach. Wo verläuft diese Linie im Vergleich zum Abdruck des Bügels? Wenn der Bügel vor der Linie liegt ist er zu schmal. Liegt er dahinter ist er zu breit. Tendenziell sind kleine Brüste eher Breitbrüste, während große Brüste oft eine schmale Brustbasis haben. Eine breite Brustbasis braucht auch oft flachere Körbchen, weil sich das Volumen auf einer größeren Fläche verteilt, während eine schmalere Brustbasis tiefere Körbchen braucht. Allerdings kann auch ein Mensch mit schmaler horizontaler Brustbasis ein relativ flaches Körbchen brauchen, wenn die Brustbasis sehr hoch reicht.





  Höhe der Brustbasis - Gleiches Volumen, unterschiedliche
Volumenverteilung; Oben von links: mehr, gleich viel,
wenig Volumen im oberen Bereich; Unten von links:
Wenig und viel Volumen im oberen Bereich
Höhe der Brustbasis: Hier geht es darum wie hoch das Brustgewebe reicht, bzw. wie groß die vertikale Brustbasis ist. Wenn ich meine Brust anhebe und leicht gegen den Brustkorb drücke, dann fühle ich Brustgewebe bereits kurz unter dem Schlüsselbein. Es entsteht außerdem eine Wölbung nach außen. Ich habe also eine hoch reichende Brustbasis, bzw. mein Brustvolumen ist im oberen Bereich. Bildet sich eine prominente Falte, ist das meiste Volumen wahrscheinlich im unteren Bereich. Brüste mit viel Volumen im oberen Bereich brauchen offene Schnitte. Das heißt Halfcups und Plunges und einige Balconettes funktionieren, Full Cups dagegen schneiden oft ein. Diese funktionieren dafür oft gut an Brüsten mit viel Volumen im unteren Bereich. Eine andere Methode um die vertikale Verteilung des Brustgewebes auszumachen ist es die Form der Brust in Relation zu der Position der Brustwarze zu setzen. Brüste mit großer vertikaler Ausdehnung sind klar tropenförmig. Die Brustwarze befindet sich in der unteren Hälfte des Tropfens.  Brüste die eher schanzenförmig aussehen oder Brüste bei denen die Nippel in der oberen Hälfte sitzen haben mehr Volumen im unteren Bereich. 

Quetschbarkeit des Brustkorbs/Lungenvolumen: Diese beeinflusst maßgeblich das Maß des UBUs. Dickere Frauen haben oft mehr Gewebe am Brustkorb und brauchen daher oft kleinere UBBs (Unterbrustbänder) als ihre Maße vermuten lassen. Sie sind also quetschbar. Muskulöse oder sehr schlanke Frauen haben dagegen oft wenig Gewebe, das sich quetschen lässt. Sie fühlen sich öfters mit UBBs wohler die gleich oder sogar größer als ihr UBU ist. Lungenvolumen spielt häufig ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um das Messen des UBUs geht. Viele Rechner verlangen, dass man ausatmet beim messen. Ausdauersportler aber haben ein weitaus größeres Lungenvolumen als andere Menschen. Wenn so jemand ausatmet und misst wird der Umfang deutlich geringer sein, als bei anderen Menschen. 

Konsistenz des Gewebes: Menschen haben unterschiedliche Verhältnisse von Drüsen- zu Fettgewebe in der Brust. Manche Brüste sind daher fester als andere. Weiche Brüste können stärker komprimiert  werden. Meine weichen Brüste stören mich zum Beispiel gar nicht wenn ich auf dem Bauch schlafe. Weiche Brüste tendieren dazu aus Plunges herauszufließen und verlieren gerne mal den Kampf gegen die Körbchenkonstruktion. Außerdem verändern sich Brüste im Verlauf des Lebens zum Beispiel während und nach der Menopause.  

Empfindlichkeit: Manche Menschen ertragen auf Grund verschiedener Erkrankungen (z.B. Fibromyalgie), wegen einer Operation oder des Alters keine engen Bändern. Anderen dagegen entlockt ein enges Band nur ein müdes Lächeln. 

Persönliche Präferenz: Menschen mögen unterschiedliche Dinge und legen unterschiedliche Maßstäbe an. Manche mögen enge UBBs, manche nicht. Manchen ist Ästhetik wichtiger als Funktionalität, machen nicht. 

Schwanger/Stillend: Hier habe ich selbst keine Erfahrung, aber Brüste verändern sich rasant in der Schwangerschaft und danach. Brüste die zum Stillen genutzt werden, verändern Größe und Konsistenz ja fast stündlich. Einen wunderbaren Text zur Thematik hat Nyad im Busenfreundinnenforum verfasst: Entwicklung der Brust in Schwangerschaft und Stillzeit

Marken/Modelle: Gleichzeitig sollten auch nicht vergessen werden, dass Marken und selbst Modelle der selben Marke unterschiedlich ausfallen. Ich trage in Ewa Michalak zum Beispiel meist 34E (aber auch 32F) in Freyas auch gerne mal 30G.

Das ist eine verkürzte Darstellung und natürlich . Sicherlich könnte mensch zu jeder dieser Variablen noch einen eigenen Blogpost verfassen. Außerdem können die Faktoren natürlich interagieren. 

Habe ich, eurer Meinung nach, irgendetwas vergessen? 

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Sonntag, 17. November 2013

D/E: Evollove New Beauty + Bright Flight

Heute möchte ich euch eine relativ junge australische Marke vorstellen: Evollove. Die Marke gehört zur Bendon Gruppe, zu der unter anderem auch Pleasure State und Fayreform gehören, die ebenfalls BHs im DD+-Bereich anbieten. Beide Marken sind in Europa jedoch schwer zu bekommen. Evollove gibt es unter anderem bei Enamora, Asos und Figleaves. Die Evollove BHs sind günstig und sollen wohl eher jüngere Frauen ansprechen,  das Design ist oft bunt und verspielt. Das Größenspektrum ist mit BHs im Bereich 30-38 D-G eher durchschnittlich. Es gibt außerdem KEIN FF. Ich habe im Netz nur wenige Reviews gefunden und diese waren doch eher durchwachsen. Allerdings konnte ich nicht widerstehen als ich im Sale bei Asos wieder über die Marke stolperte. Viele Größen waren schon ausverkauft aber ich konnte mir den Bright Flight in 30G (durch Fehlen des FF-Körbchen eigentlich UK-Größe 30FF) und den New Beauty in 32G (UK-Größe 32FF) schnappen. 

Bevor ich ins Detail gehe, noch ein paar Worte zu meinen Brüsten. Ich habe weiche Brüste mit viel Volumen im oberen Bereich, die mitteltief auf meinem Torso sitzen und eng zusammenstehen. Außerdem habe eine mittelbreite Brustbasis. Meine Größe schwankt zwischen 30FF und 32FF. Mein am besten passender BH ist ein Cleo Marcie in 32F.


Nun aber zu den BHs. Der Bright Flight in 30 G ist nicht nur eigentlich ein 30 FF, sondern fällt zu allem Unglück auch noch kleiner aus. Ich würde sagen 1/2 bis 1 Körbchen. Das UBB ist größengetreu. Er ist mir dadurch sowohl im UBB etwas zu klein und deutlich zu klein im Körbchen. Die Bügel sind mittelbreit und das Körbchen eher flach. Der Halt ist sehr gut, die Brüste werden etwas angehoben, jedoch wenig zur Mitte gebracht. Die Träger sind leider nur zur Hälfte regulierbar. Die Qualität ist okay, die Nähte sind sauber vernäht, aber am Steg stehen Fäden ab, wie mensch im Detailfoto sieht. Mehr kann ich leider nicht sagen, da der BH zu klein ist.





Der New Beauty (anderswo unter Beauty Blaze zu finden) hat mir auf der ersten Blick sehr gut gefallen. Princess Blue ist ein leuchtendes Kornblumenblau und der BH passt mir auf den ersten Blick auch gut.
Das UBB ist größengetreu und das Körbchen ein knappes 1/2 Körbchen kleiner.
Der Halt ist sehr gut, die Brüste werden etwas angehoben, allerdings kaum zur Mitte gebracht. Die Form ist rund. Der Steg liegt an, was mich doch überrascht hat. Ich vermute, dass passiert, da meine weichen Brüste in dem BH Ausweichmöglichkeiten haben und zur Seite gedrückt werden, beziehungsweise die weiche Spitze sich auch zu einem gewissen Maße meinen Brüsten anpasst. Der Ost-West Look hält sich allerdings in Grenzen.
Der BH hat von den Messwerten eher breite Bügel, die jedoch sehr wenig flexibel sind. Zusätzlich läuft der Bügel steil aus und nicht wie bei Cleos in Form eines 'Nike'-Hakens. Durch den Verlauf und die Steifigkeit des Bügels ist der BH trotz der Maße nicht für Frauen mit einer breiten Brustbasis geeignet.
Der BH hat einen dreiteiligen Schnitt und ist doch eher bedeckend, aber es ist kein Full Cup. Ich hoffe, dass mensch auf dem Bild mit dem Shirt sehen kann, wo der Cup endet.
Die Spitze ist weich und anschmiegsam, jedoch sind die Nähte auf der Innenseite unsauber verarbeitet.
Ich wäre geneigt den BH auf Grund des hohen Tragekomforts und der tollen Farbe zu behalten, allerdings habe ich ein großes Problem mit den Trägern. Sie sitzen zu weit außen und schneiden dadurch in die Achseln, was auf Dauer schmerzhaft ist.

Der Bh ist sicher einen Blick wert für Frauen mit einer mittelbreiten Brustbasis, mit Volumen im mittleren Bereich, die einen bequemen BH für jeden Tag brauchen. Mehr als 35 Euro würde ich allerdings auf Grund der Verarbeitungsmängel nicht dafür ausgeben. 



Kennt ihr die Marke? Spricht sie euch an? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

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Dienstag, 29. Oktober 2013

D/E: Brafittingforen / Brafitting online resources

English below.

Wir haben inzwischen eine recht extensive Liste von Links rund um das Thema Brafitting. Die meisten davon sind Blogs, doch um die soll es heute nicht gehen. Stattdessen möchte ich euch einige Foren vorstellen. Denn auch wenn man auf Blogs und Webseiten viele Informationen finden kann, hat mensch manchmal das Bedürfnis sich mit anderen auszutauschen. Die Auswahl, die ich getroffen habe ist natürlich nicht erschöpfend, aber es sind Seiten, die ich selbst regelmäßig nutze, bzw. solche die mir empfohlen wurden.

Wer unseren Blog schon länger liest, hat das Busenfreundinnen-Forum wahrscheinlich schon, trotzdem möchte ich es noch einmal kurz vorstellen, damit auch Neulinge wissen worum es geht. Das Forum wurde 2008 von Aqua, Nirmena und Seggen gegründet und ist inspiriert von der Brafitting-Bewegung in Polen. Das Forum bietet zahlreiche Reviews von BHs, einen lebendigen Flohmarkt, tiefergehende Diskussionen nicht nur über Brafitting sondern über alle möglichen Themen, ein Glossar, Größenberatung und die Galerie/ Kabine/ Ankleide. Insbesondere die letzten beiden Features sind erwähnenswert und besonders nützlich wenn man am Anfang der Fitting-Reise steht. Von den ehrenamtlichen Fittern im Forum kann man mit Hilfe einiger Maße und Selbstbeschreibungen, die BH-Größe erfahren und bekommt auch weitere nützliche Tipps, wie etwa Modellempfehlungen. In der Ankleide kann man dann zeigen wie die neu erstandenen Bhs sitzen und sich Rat von erfahrenen Fittern holen, wenn man sich unsicher ist ob der BH wirklich passt. Auf die Kabinen hat nur eine sehr kleine Gruppe von erfahrenen Forenmitgliedern Zugriff, so dass eine gewisse Privatspäre gewahrt bleibt. Als besonders angenehm empfinde ich den Umgangston des Forums, denn es wird viel Wert auf die Einhaltung der Nettiquette gelegt und man versucht körpernormative Aussagen zu vermeiden.

Viele der Funktionen, die es bei den Busenfreundinnen gibt, lassen sich auch bei Bratabase (nur auf Englisch) finden. Neben der Sprache, ist allerdings auch der Aufbau etwas anders. Bratabase ist kein traditionelles Forum und der Fokus liegt eindeutig auf Brafitting während die soziale Komponente etwas in den Hintergrund tritt. Das hat viel damit zu tun, dass Bratabase als BH-Datenbank begann, hier könnt ihr mehr darüber lesen. Neben den Reviews, gibt es inzwischen auch einen aktiven Flohmarkt und Brafitting-Hilfe. Dort den Aufbau der Seite sind die Reviews sehr übersichtlich und Modelle und Größen besser vergleichbar als das im Forenformat der Busenfreundinnen der Fall ist. Der Flohmarkt spricht natürlich ein größeres und internationaleres Publikum an als der bei den Busenfreundinnen und bei einem Tausch übernimmt Bratabase die Kosten. Ich hatte hier in der Vergangenheit großen Erfolg mit dem Flohmarkt und bis jetzt noch keine Probleme mit (Ver-)Käufern, allerdings kann das einfach nur Glück sein. Im Gegensatz zur Hilfe bei Brafittingproblemen der Busenfreundinnen muss hier ein Foto hochgeladen werden auf das alle Mitglieder Zugriff haben und das auch von allen kommentiert werden kann. Dieses Verfahren bietet den Vorteil das Menschen, die an Fitting interessiert sind, aber bei den Busenfreundinnen keinen Zugriff auf die Kabinen haben, so viel über den Prozess lernen können.

Wenn du Polnisch kannst dann ist Balkonetka definitiv einen Blick wert. Balkonetka bietet ein traditionelles Forum inklusive Flohmarkt, eine große Review Sektion und einen Blog, der aber leider nicht mehr aktualisiert zu werden scheint. Die Reviews sind besonders spannend wenn man sich für polnische Marken interessiert, leider fehlen hier die Maße. Ein weiteres Forum, ist die Lobby Bíusciastych und ihre Schwester für kleinere Größen die Lobby Malobiusciastych. Ich habe viel Gutes über diese Foren gehört, nutze sie aber selbst nicht, da mir das Lesen via Google Translate zu anstrengend ist.

Ein anderes Forum, dass sich insbesondere bei amerikanischen Suchenden großer Beliebheit erfreut ist A Bra That Fits. Es ist ein Reddit-Subforum in dem es hauptsächlich ums Brafitting und Größenberatung geht. Ich finde A Bra that Fits ist ein guter Startpunkt wenn man noch keine Ahnung von der eigenen Größe hat und Reddits System mag. Viele der Graphiken und Hinweise in der Seitenleiste sind sehr hilfreich und anschaulich. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass die Fitting-Philosophie in der Vergangenheit eine andere ist als die unsere, bzw. die der Busenfreundinnen und polnischen Foren. Als Ausgangspunkt für das UBB wird oft der eng oder sehr eng gemessene UBU genutzt. In manchen Fällen hat das zu Umgekehrter Buchstabenphobie geführt.

Kennt ihr und nutzt ihr diese Seiten? Oder habt ihr zufällig noch andere Empfehlungen?


MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Dienstag, 15. Oktober 2013

D/E Review Urkye Kameleon + Kopertowka

English below...
Ich konnte dann doch nicht wiederstehen und habe die Urkye Website regelmäßig gestalkt bis der neue Blazer zumindest in einer der Größen, die mir passen könnte, wieder verfügbar war. Ich trage sehr gerne Blazer, aber bisher waren Blazer für mich einfach Sorgenkinder. Die Schwierigkeiten sind die üblichen: Entweder Schwangerschaftslook oder aber ich konnte sie nicht schließen. Pepperberry ist bisher der einzige DD+ Retailer, der diese Marktlücke versucht hat zu schließen. Allerdings sind die klassischen Blazer außerhalb meines Budgets und die Jerseyblazer haben für mich zu kurze Ärmel. Umso erfreuter war ich, als ich herausfand, dass Biubiu und Urkye einen Blazer auf den Markt bringen.  (Ich weiß auch nicht was mit den Bildern los ist, Blogger mag mich wohl momentan einfach nicht) 



Der Blazer Kameleon ist aus einem dicken Jersey-Material, also kein klassischer Business-Blazer. Gefüttert ist der dunkelblaue Blazer innen mit einem hellgrauen Jersey. Durch das Material ist ein hoher Tragekomfort gegeben, aber der Look ist natürlich eher leger. Es ist ein recht kurzer Dreireiher mit einem Einsatz zwischen des UBB und der Taille und einem leichten Schößchen. Zumindest nehme ich das es das sein soll. Leider trägt es bei mir enorm auf. Selbst wenn man in Betracht zieht, dass ich ein leichtes Hohlkreuz habe und der Blazer mir zu groß ist, verstehe ich nicht, wo der viele Stoff am Bauch herkommt und was der da soll. Ich bezweifele das dieses Problem bei einer 38 völlig behoben wäre. 

                       

Viele meiner Probleme mit dem Blazer sind hausgemacht, denn ich habe ihn in 40 oo/ooo bestellt. Die höchste Trefferquote hätte ich auf Grund meiner letzten Bestellung für 38 oo/ooo erwartet. Jedoch war die einzige verfügbare Größe eine 40 oo/ooo. Da jedoch in der Produktbeschreibung steht, dass der Blazer in der Taille klein ausfällt, hätte es passen können. Pustekuchen, der Blazer fällt ganz regulär aus. Er ist zu weit in der Taille, bzw. unterhalb meiner natürlich Taille am Bauch. Auch an der Brust ist der Blazer zu weit, allerdings ist er auch so geschnitten, als erwarte eher das meine Brüste weiter auseinander sind. So wirft der Blazer unterhalb meiner Brust und unter den Armen Falten. Schaut mensch sich die Promobilder auf der Urkyewebsite an scheint das aber bei einigen der Models ebenso der Fall zu sein. Die Ärmel sind für mich (1,75) lang genug und relativ weit.   Außerdem scheine ich ein Mängelexemplar erwischt zu haben, wie man auf dem folgenden Bild sieht.

Definitiv einer der Blazer die mensch immer
geschlossen tragen sollte. Allerdings ist das
leider bei fast allen Blazern im DD+ Bereich so
(Oder kennt eine von euch da die eierlegende
Wollmilchsau?)


Soll das so oder ist das ein Mängelexemplar?
Das Kopertowka ist ein typisches Wickeltop. Sicher ist dies einer der Schnitte die man auch im normalen Läden finden kann und in die Frauen mit einer größeren Differenz zwischen Brust und Taille passen. Ich finde allerdings das diese dann meist recht offenherzig wirken. Hier ist das nicht der Fall und man kann es auch recht geschlossen tragen. Außerdem ist es, meiner Meinung nach, ideal zum Stillen geeignet. Der Stoff ist dünn, was vorne egal ist, da er doppellagig ist im Rücken allerdings finde ich ihn zu dünn, so dass sich nicht nur alles abzeichnet sondern es im Winter auch ein bisschen kühl werden könnte. 
Ich habe das Shirt in 38 oo/ooo bestellt. Es ist schwer einzuschätzen, wie es an der Brust passt, aber ich finde es sitzt okay, vielleicht ist etwas etwas zu weit. Die Taille allerdings scheint mir doch zu klein. Die Rüschen fallen bei mir jedenfalls nicht so schön wie auf den Werbebildern und meine Rückenansicht entzückt mich auch nicht gerade. Das größte Problem hier ist allerdings die Seitennaht. Sie ist einfach schief und zuerst dachte ich, das liegt einfach an der falschen Größe. Allerdings sieht man das eines der Models (gut sichtbar im Seitenprofil) auf der Urkye-Seite dasselbe Problem zu haben scheint. Vielleicht liegt es daran das die Rüschung den Stoff nach vorne zieht? Oder soll das so sein? So spannt das Shirt am Rücken übermäßig und wenn man mich frontal sieht, werden Teile meiner Hüfte 'abgeschnitten' (leider kommt das auf den Bildern nicht gut rüber). Das heißt es geht wahrscheinlich auch zurück.




Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich von Urkye nicht so beeindruckt bin, wie ich es gerne wäre. Versteht mich nicht falsch, der Service ist klasse und die Ideen sind gut, aber in der Ausführung sehe ich doch noch einiges an Verbesserungspotential. Wie gefallen euch die Teile? Soll ich noch einmal mit dem Blazer in einer anderen Größe probieren? Oder dem Shirt in 40 o/oo?

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Sonntag, 29. September 2013

D/E: Meine Herbstwunschliste/ My fall wish list

Passend zum offiziellen Herbstanfang möchte ich euch ein paar meiner persönlichen Highlights der kommenden Saison vorstellen:

Quelle: sweetnothingsnyc.com
Bisher waren Babydolls im DD+ Bereich Mangelware. In dieser Saison bringen gleich mehrere Marken eben diese auf den Markt: Cleo das Marcie Babydoll, Parfait by Affinitas das Honey Babydoll, Elomi das Betty Babydoll und ein Modell von Ewa Michalak (Vorankündigung auf Facebook).

Quelle: dd-atelier.com
Wie gerne würde ich diesen Mantel von DDAtelier mein eigen nennen. Und ich bräuchte auch wirklich einen neuen Wintermantel. Allerdings bin ich mir bei den Größen unsicher und habe nicht das Geld mir mehrere Größen zu bestellen.


Quelle: kissmedeadly.co.uk
Auch wenn es nicht ganz so neu ist, dieses Mieder (und auch die Idee dahinter) von Kiss Me Deadly ist einfach anbetungswürdig. Überhaupt sind die Sachen ein Traum. Vielleicht erbarmt sich ja der Weihnachtsmann.

Quelle: urkye.pl
Sowohl Urkye als auch Biubiu haben letzte Woche ihre neuen Blazer auf den Markt gebracht. Leider war ich krank und habe so meine Chance verpasst. Einzelne Größen sind aber noch da und jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass nachproduziert wird.

Quelle:undone-lingerie.com
Eine neue Marke deren Ästhetik mich sehr anspricht ist All Undone. Ich mag das leicht androgyne aber doch elegante Design und natürlich die Tatsache Bodysuits in Größe DD-GG zu finden. Leider sind die Stück außerhalb meiner Preisklasse. Die Webseite geht laut Facebook nächste Woche live.

Was steht denn bei euch auf der Wunschliste?


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Mittwoch, 4. September 2013

D/E Vielfalt in der Lingerie Werbung / Diversity in Lingerie

English after the jump,
Wenn man sich die Werbung für Lingerie so anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass diese nur von schlanken, weißen, jungen Frauen ohne körperliche Beeinträchtigungen getragen wird. Natürlich wissen wir, dass das nicht der Fall ist und umso erstaunlicher ist doch der Mangel an Diversität. Wir haben schon öfters über dieses Phänomen berichtet. Das Argument für diese einseitige Perspektive scheint zu sein, dass Menschen einkaufen weil sie so sein wollen, wie die Menschen in der Werbung und weil wenn Werbende andere Wege geht, die Waren nicht mehr gekauft werden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Es gibt aber einige Hinweise, dass das nicht der Fall ist und solche Werbung negative Konsequenzen für die Konsumenten hat. Hier und hier zum Beispiel (leider nur auf Englisch, für Hinweise auf deutschsprachige Quellen wäre ich sehr dankbar).
June von Braless in Brasil hat daher mit Hilfe vieler anderer Blogger zur Kampagne #DiversityInLingerie aufgerufen. Sie schlägt vor, dass ihr ein (unbearbeitetes) Foto von euch postet und irgendwo den Hashtag  #DiversityInLingerie einbaut um zu zeigen, dass ihr willig seit auch weiterhin Lingerie zu kaufen wenn das Spektrum der gezeigten Frauen erweitert wird und ich freuen würdet wenn jeder Mensch, die Möglichkeit hätte sich in manchen der gezeigten Models wiederzukennen.
Ich bin mir bewusst, dass ich in einer privilegierten Position bin, denn ich bin eine weiße, dünne und junge cis-Frau. Und auch wenn ich nicht genau aussehe wie die Frauen in der Werbung, so sind sie mir doch ähnlich. Menschen mit anderen Identitätsmerkmalen jedoch sind gar nicht repräsentiert oder stark unterrepräsentiert. Etwa werden Menschen anderer Hautfarbe, geschlechtlicher oder sexueller Identität, mit Behinderung oder solche die älter oder jenseits von 36 Kleidergröße sind, nicht gezeigt. Selbst kleinere Abweichungen fernab des Ideals wie Narben, Tattoos, Celluilite oder Brillen werden oft nicht abgebildet oder per Photoshop unsichtbar gemacht.
Viele Blogger haben zu diesem Thema einen (oder mehrere) Posts verfasst und mir damit sehr interessante Perspektiven eröffnet. Unter Junes Post zum Thema gibt es auch eine Linksammlung, die ich euch sehr ans Herz legen möchte. Wenn ihr kein Foto posten möchtet, aber trotzdem eure Unterstützung für Vielfalt zeigen möchtet, dann könntet ihr zum Beispiel bei Verkäufern und Designern kaufen, die dies tun. Eine solche Liste findet ihr bei Lingerie Addict. Oder aber ihr lasst die Lingerie Industrie wissen, dass ihr euch freuen würdet, wenn sie die Realität der Vielfalt auch in ihrer Werbung abbilden. Die meisten Marken sind heute per Social Media erreichbar und legen Wert auf ein Image, das sie als konsumentenfreundlich und nahbar darstellt und reagieren vielleicht.
Von mir gibt es auch ein Foto, dass eines meiner körperlichen Charakteristika zeigt, das selten zu sehen ist, obwohl es ungefähr 1,1% der Weltbevölkerung betrifft, nämlich Skoliose:


 

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Sonntag, 18. August 2013

D/E: Eigentlich finde ich Lingerie gar nicht so toll/ Perhaps I am just not that into lingerie

In den letzten Wochen ging es in der amerikanischen Brafitting & Lingerie Blogosphere viel um Curve NY und Lingerie Fashion Week bei der die neuen Kollektionen für die nächste Frühjahrs- und Sommerkollektionen vorgestellt werden. Für einen exzellenten Überblick über die Neuerscheinungen im DD+ Bereich empfehle ich die Berichte der wunderbaren Cecily von Miss Underpinnings. Zwar gibt es bei uns auch hin und wieder neue Kollektionen zu bestaunen, aber ist das doch eher selten. Natürlich hat das auch etwas damit zu tun, dass die größten Messen zum Thema außerhalb von Deutschland stattfinden und das ich mich auch nicht hauptberuflich mit dem Thema beschäftige, aber eigentlich ist es so, dass es mich schlicht einfach nicht so interessiert. Das hat viel mit meinen Prioritäten zu tun, wenn es um das Thema Unterwäsche geht. 
Ich begann mich eingehender mit Unterwäsche zu beschäftigen, da ich auf der Suche nach BHs bin, die passen und nicht weil ich sie so ansprechend finde. Meine Geschichte ist die Typische: Bänder rutschten, ich trug oft eine ganze Bäckerei mit mir herum und Rückenschmerzen hatte ich auch. Ich war so glücklich als ich die Busenfreundinnen fand und dort erste Empfehlungen bekam und nach meinem ersten richtigen Fitting bei Bravissimo hätte ich gut und gerne ein Tänzchen in Covent Garden aufführen können. Endlich verrutschte nichts mehr, ich hatte zwei runde Brüste unter der Kleidung statt vier und Sport war wieder schmerzlos möglich. Ob ich den BH vom Design her ansprechend finde, war mir damals ziemlich schnuppe. 
Für mich ist eine gute Passform fast gleichbedeutend mit Komfort, ein weiteres wichtiges Kriterium. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen es als angenehmer empfinden, gar keinen Bh zu tragen. Wenn das so ist warum nicht (Okay, ich weiß blöde gesellschaftliche Konventionen). Für mich ist das allerdings oft nicht der Fall. Ich habe sehr weiche und hängende Brüste (einen Stift drunter einzuklemmen, ist gar kein Problem) und finde es schon unangenehm ohne BH schnell mal die Treppe rauf und runter zu flitzen. Einen BH dagegen, der sehr gut sitzt, merke ich eigentlich gar nicht und finde es oft bequemer als ohne.
Ein anderes Kriterium ist die Funktion. Ein Sportbh soll meine Brüste beim Sport davor schützen wie Dreijährige in einer Hüpfburg rumzuhüpfen. Ein trägerloser BH soll unter einem Kleid nicht zu sehen sein und meine Brüste unterstützen. Ein Bikini muss auch ein intensiveres Schwimmen überstehen. Das Aussehen ist dabei nebensächlich.
Das soll nicht heißen, dass es mir völlig am Allerwertesten vorbeigeht, wie ein BH aussieht, solange er gut sitzt und seine Funktion erfüllt. Wer diesen Blog schon länger liest, weiß, dass ich eine große Abneigung gegen Xena-Panzer, Beige und spitze-formende BHs habe. Das sind natürlich minimale Anforderungen und inzwischen erwische ich mich dabei auch mal dabei wie ich bei Etsy Korsetts anschmachte oder darüber nachdenke warum Dunkelblau eine derart vernachlässigte Farbe ist wenn es um Lingerie geht. Auch schaue ich mir gerne neue Kollektionen an und würde mir liebend gern einmal ein Teil von 'What Katie Did' und 'Kiss Me Deadly' (die Girdles!) können. Leidenschaftlich bin ich allerdings nicht dabei und so entscheide ich oft ganz emotionslos, dass ein Stück zu wenig Nutzen bringt oder einfach zu teuer für mich ist.
Das führt mich zu zwei anderen Faktoren, die wahrscheinlich eine Rolle dabei spielen, dass mein Interesse nicht zur Leidenschaft wird: das Größenspektrum und das liebe Geld. Viele Unterwäschestücke, die mich besonders ansprechen sind einfach weit außerhalb meines Budgets.
Viele der unabhängigen und kleineren Designer, die innovative Designs, bzw. solche die mich besonders ansprechen, produzieren leider nur für ein sehr eingeschränktes Größenspektrum (75-85 UBBs und B-D Körbchen). Das macht einerseits Sinn da, die meisten Menschen in diesem Größenspektrum kaufen. Andererseits, ist es meiner Meinung nach, auch einfacher. Es ist sicherlich viel schwieriger einen BH für eine 34H zu konstruieren der perfekt passt als für eine 34B. Das soll natürlich nicht heißen, dass es in dem Bereich keine Probleme geben kann (Stichwort Kleine Breitbrust).
Viele Dinge gibt es schlicht in meiner Größe nicht. Viele Menschen die innerhalb dieses engen Größenspektrums fällt, haben das Privileg sich an der Ästhetik des Stückes zu erfreuen OHNE Abstriche bei Passform und Komfort machen zu müssen.
Ich möchte mit diesem Post keinesfalls zum Ausdruck bringen, dass ich Menschen, die ihre Prioritäten anders setzen, kritisiere oder andere Perspektiven nicht willkommen heiße, eine solche findet ihr zum Beispiel hier. Aber ich bin eben jemand dem Brafitting mehr am Herzen liegt als Lingerie.

Also wie seht ihr das?

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Sonntag, 28. Juli 2013

D/E: Pack den Bikini ein.../ Bikini sets review

Um zu zelebrieren, dass der Sommer Einzug endlich gehalten hat und das so spät, dass ein Großteil der Schwimmbekleidung schon wieder im Sale zu finden ist, gibt es jetzt eine Massenreview zu verschiedenen Bikinis die ich mir in der kühnen Hoffnung auf einen langen Sommer bestellt habe. Es treten auf: Cleo Pippa, Cleo Tilly, Freya St. Louis, Freya Hello Sailor und Freya Fever.
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist Cleo eine meiner Lieblingsmarken und daher hatte ich  sehr große Erwartungen an Cleos erste Swimwear Kollektion. Leider wurden diese Hoffnungen enttäuscht. Ich bestellte beide Oberteile in meiner üblichen Cleo Größe 32FF und die zugehörigen Höschen in 40.


Cleo Pippa in 32FF
Der Cleo Pippa ist ein zweiteiliger Half Cup Schnitt aus einem relativ steifen Material auf den kleine Boote gedruckt sind, die jedoch von weiter weg zu einem abstrakten Muster verschwimmen. Das Volumen des Körbchen passte und auch die Bügelbreite typisch Cleo, also breit. Jedoch war der Steg zu breit (fast 3 cm) und es gab zu wenig Volumen am Steg obwohl der Cuprand leicht abstand. Die Form war rundlich, jedoch bei weitem nicht so wie in den meisten Cleo Bhs. Mein Hauptproblem war jedoch der, subjektiv empfundene, mangelnde Halt. Natürlich muss man in einem Bikini da Abstriche machen, da zumindest ich nicht möchte, dass das UBB einschneidet. Aber auch die Konstruktion finde ich nicht optimal, da UBB und Träger im Rücken keine U-Form bilden, wie das bei der Konstruktion von BHs für größere Größen meist der Fall ist. Stattdessen ist das UBB gerade und die Träger setzen einfach an. Dadurch zogen meine Brüste die Körbchen nach unten und das UBB im Rücken leicht nach oben.

Cleo Tilly in 32FF 

Während der Pippa jedoch für einige Frauen sicher die richtige Wahl ist (solche die wenig Volumen am Steg brauchen, deren Volumen eher im oberen Bereich zu finden ist und deren Brüste recht fest sind), war der Tilly eine reine Katastrophe.
Ich bin immer wieder neugierig auf bügellose Wäsche, da ich mir das sehr bequem vorstelle, aber natürlich ist die Konstruktion eines solchen Oberteiles eine Herausforderung, wenn er auch Halt, Trennung und Form bieten soll. Der Tilly hat leider keines dieser Dinge geboten. Die Brüste wurden nur minimal angehoben, platt gedrückt und ich hatte eine Einbrust, die einige Sportbhs vor Neid erblassen hätte lassen. Das 'Körbchen' war unglaublich breit, 23 cm um genau zu sein. Zum Vergleich: Der Pippa hat in der selben Größen eine Bügelbreite von 16 cm. Auch der 'Steg' tut nichts um zu verhindern, dass eine Einbrust entsteht, da die beiden Stoffdreiecke einfach überlappen und nicht mal ansatzweise am Körper anliegen. Zu allem Übel rollt sich das UBB bei mir auch vorne ein, wahrscheinlich weil es etwas zu weit ist. Meiner Meinung nach ist der Tilly nur einen Blick wert, wenn mensch eine sehr ausgeprägte Breitbrust hat also normalerweise sehr weite Bügel braucht und eine flächige Brustbasis hat.

Der obere Teil des Pippa ist nach unten gefaltet
Die Höschen fielen sehr unterschiedlich aus obwohl sie beide als 40 deklariert waren. Der Pippa Fold Down Brief war eher eine recht große 40 während der Tilly Gathered Bikini Brief eine 38 ist. Der Schnitt beim Tilly war grundsätzlich weniger bedeckend als der des Pippa. Ich empfand das Umfalt-Teil am Pippa auch als zu weit, wenn nicht umgeklappt. Was allerdings zu erwähnen ist, dass die Höschen an mir einigermaßen gut saßen. Mein Po geht nämlich eher in die Breite und so sammelt sich hinten am Zwickel oft überschüssiger Stoff, wenn es sonst bequem passt.
Nun aber zum erfreulichen Teil der Bestellung, den Freyas. Bestellt habe ich Freya St. Louis, Freya Hello Sailor und Freya Fever jeweils in 32FF und Höschen in M und L.

Freya St. Louis in 32FF 

Freya Hello Sailor in 32FF
St. Louis und Hello Sailor sind beide zweiteilige Half Cup Schnitte, die Freya Sweetheart nennt. Bikinis im Sweetheart Schnitt gehören zu Freyas Bestsellern und sind fester Bestandteil jeder Swimwear Kollektion. Auch den Fever gibt es als Sweetheart, ich wollte jedoch den Plunge ausprobieren. Die süßen Herzchen sind vom Schnitt her gepaddeten Freya Halfcups aus den Bh-Sortiment sehr ähnlich und ich denke, darin liegt auch der Erfolg des Schnittes begründet. Die Bügel sind eher schmal und in den Cup passen auch hochreichende Brüste. Der Steg liegt nicht 100% an bei mir, allerdings ist das Problem bei weitem nicht so krass wie beim Cleo Pippa. Die UBBs und Cups empfand ich als größengetreu. Die Form ist apfelig rund und leicht nach oben gepusht.

Freya Fever Plunge in 32FF 

Der Plunge bereitete mir einige Probleme. Das Körbchen fällt eine (knappe) Größe größer aus und das UBB gehört auch zu den engeren im Freya Repertoire. Dadurch, dass das Körbchen etwas zu groß war, warf der Bh Falten entlang der Längsnaht des Körbchens, etwas was George liebevoll Triple Nipple nennt. Den Halt und die runde Form empfand ich als ansprechend allerdings hätte das Bikini Oberteil in 32F wahrscheinlich zur Mitte hin eingeschnitten. Ich finde nicht, dass der Bikini Plunge mit den Freya Bh Plunges vergleichbar ist, denn mit denen bin ich absolut inkompatibel, währen der Bikini Plunge, mal abgesehen von den Falten, gut saß. Den Fever gibt es übrigens auch als Halfcup.
Bei den Höschen habe ich die folgenden Modelle bestellt: (Fever) Low Rise Boyshort, (Hello Sailor) Bikini Short, (St. Louis) Low Leg Brief. Erstere sind meiner Meinung nach fast schnittgleich, fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. Während der Bikini Short, wie auch der St. Louis, freyatypisch relativ groß ausfällt, fällt der Low Rise Boyshort größengetreu aus. Es schien mir auch als ob er aus einem festeren Material wäre als die anderen beiden.
Bleiben durfte dann natürlich nur einer, vielleicht könnt ihr euch ja denken welcher?


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