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Donnerstag, 13. Juni 2013

D: Review: Mydearlove

Da der für Sonntag geplante Beitrag auf Grund von Heuschnupfen und Grippe ausfallen musste, gibt es heute eine Shop- und Klamottenreview von mir und zwar von Mydearlove.
Mydearlove ist ein Dawandashop*, bei dem ich irgendwann vor Weihnachten bestellt habe. Nach einer langen, langen Oddysee, inklusive einem Verlorengehen bei Hermes, einem Umtausch und der Inanspruchnahme des Änderungsservices darf ich nur endlich das Endprodukt präsentieren. Ich schlich schon recht lange um die tollen Klamotten herum, insobesondere da ich sehr wenig Hoodies habe die tatsächlich erahnen lassen, dass ich auch eine Taille haben, ich das Design spannend finde und vom Änderungsservice angetan bin.

Homepage: http://de.dawanda.com/shop/mydearlove
Preise:10-150 €
Marken: Eigenmarke
Produkte: Blusen, Hoodies, T-Shirts, Röcke, Kleider, Halstücher, Anstecker, mit einem deutlich Fokus auf Oberbekleidung
Sprachen: Das Dawanda-Interface gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch. Die Beschreibungen im Shop sind allerdings nur auf  Deutsch verfügbar
Größen: S/M und L, durch den Änderungsservice allerlei Zwischengrößen.

Versand: 4,80 € innerhalb D, 9,60 € innerhalb der EU

Zahlungsmöglichkeiten: Überweisung, Paypal

Warenangebot: Hauptsächlich Oberteile und Kleider mit saisonalen Kollektionen

Kundenservice: Sehr freundlich und kooperativ, allerdings bei Problemen doch teilweise überfordert

Liefer- und Bearbeitungszeit: Der Shop verspricht, dass die Lieferung innerhalb von 24 Werktagen nach Geldeingang erfolgt, und bei mir waren es auch so ziemlich 24 Arbeitstage, allerdings waren es eben die Weihnachtszeit und Hermes auch nicht ganz unbeteiligt.

Rückabwicklung/Umtausch: Ich habe den Hoodie (Agneta) zurückgeschickt und gegen ein anderes Shirt (Margit) austauschen lassen. Dieses habe ich dann wieder zurückgeschickt um es ändern zu lassen. Das alles war problemlos möglich, dauerte aber seine Zeit. Auch die Rückerstattung der Differenz des Kaufpreises (4,20 €) zwischen den beiden Produkten musste erst angemahnt werden und war langwidrig.

Änderungsservice: Mensch steckt selber ab und dann werden die Änderungen vorgenommen. Ich habe das nicht so super hingekriegt und bin daher auch mit dem Ergebnis nicht ganz so zufrieden. Ich habe an der Taille auf jeder Seite 3 cm wegnehmen lassen und das ganze halbmondförmig auslaufen lassen. Es hätte allerdings auch unter den Armen/ in der Achsel einiges geändert werden müssen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Für in Deutschland gefertigte Ware, den Aufwand des Designs (im Fall des Hoodies) und der Möglichkeit des Änderungsservices angemessen.

Schnitte: Busenfreundlich sind die Kleidungsstücke leider nicht gerade. Ich habe eine L bestellt und muss sagen, dass das Shirt mit einem momentanen 32FF/30 G Busen schon grenzwertig eng war, das Hoodie war für mich auf jeden Fall zu eng. Wer kleinere Brüste hat kann dank Änderungsservice sicher noch zu einem passenden Kleidungsstück kommen.

Qualität der Ware: Sehr gut. Die Kleidung wirkt sehr gut verarbeitet und auch der Jerseystoff des Shirts ist dick und angenehm.

Gesamteindruck: Die Qualität der Produkte stimmt und das Design ist außergewöhnlich. Dafür dauert die Lieferung aber auch sehr lange und es ist natürlich ärgerlich, dass bei mir noch immer ein Betrag offen steht. Allerdings scheine ich da wirklich eine Ausnahme zu sein und die meisten Bewertungen auf Dawanda sprühen nur so vor Begeisterung. Trotzdem von mir leider keine Empfehlung.

* Dawanda ist eine Art virtueller Marktplatz für Selbstgemachtes


Hier kommt die Bilderflut (Sorry für die schlechte Qualität, aber die Bilder sind mit unterschiedlichen Kameras und meist mit Selbstauslöser aufgenommen):

Hoodie Agneta
Hoodie Agneta


Margit vor der Änderung (Farbe verfälscht)

Margit nach der Änderung

Margit vor der Änderung



Margit nach der Änderung


Habt ihr schon bei Mydearlove bestellt? Wie gefallen euch die Klamotten?

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Montag, 4. Februar 2013

D/E Review Ungiko (Shop & Produkt/Clothes)

Ungiko ist ein Dawandashop*, dessen Besitzerin Dorett Kleider und Oberteile nach Maß fertigt. Ich habe dort zwar schon im letzten Sommer bestellt, aber konnte mich erst jetzt zu einer Review durchringen, da das Kleid bei mir leider ein recht trostloses Dasein in den Untiefen meines Kleiderschranks fristet. Was allerdings an meiner Auswahl und nicht an dem Produkt selbst liegt.

Homepage: http://de.dawanda.com/user/ungiko
Preise:18-80 €
Marken: Eigenmarke
Produkte: Kleider, Shirts, Boleros, Loop-Schals
Sprachen: Das Dawanda-Interface gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch. Die Beschreibungen im Shop sind in anderen Sprachen allerdings eher holprig
Größen: 34-42 und innerhalb dessen auch Maßanfertigungen, andere Größen (44 und 46) + 2-5 €
Victoria (farbecht/true to color)
Versand: 4,70 € innerhalb Deutschlands, ca. 6 € innerhalb der EU (bei Versand ins Ausland sollte man vorher eine Nachricht schreiben)
Zahlungsmöglichkeiten: Überweisung, Paypal

Warenangebot: Der Fokus liegt eindeutig auf einfarbigen Kleidern. Neben den Kleidern gibt es allerdings auch recht viele Shirts, einige wenige Loopschals und Boleros. Es gibt jede Saison neue Modelle, Grundschnitte sind jedoch das ganze Jahr über erhältlich. Insbesondere saisonale Modelle mit Muster findet mensch auch öfters mal im Sale. Das Größenangebot ist nicht gerade riesig (34-42) und für größere Größen (44 und 46) muss mensch extra bezahlen.

Kundenservice: Die Kommunikation war blitzschnell und freundlich.

Liefer- und Bearbeitungszeit: Das Kleid war 6 Tage nach Bestellung bereits auf dem Weg zu mir und die Post hat noch einmal 2 Tage gebraucht

Rückabwicklung/Umtausch: Habe ich nicht in Anspruch genommen, es gilt aber das übliche 14-tägige Widerrufsrecht, auch für maßangefertigte Teile.

Maßanfertigung: Das war natürlich der Punkt der mich am meisten angezogen hat. Tatsächlich passte mir das Kleid zum Lieferzeitraum sehr gut, wenn auch nicht wie angegossen, da ich das Gefühl habe, das der obere Teil doch etwas zu klein für meine Brüste ist und so nach oben rutscht. Ungiko arbeitet mit vier Maßen: Brust, Unterbrust, Taille und Hüfte. Die verschiedenen Schnitte können, wenn nicht anders angegeben, in allen Farben der Farbkarte hergestellt werden. Auch Sonderwünsche können umgesetzt werden.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Nach eigenen Aussagen, entstehen die Klamotten alle in Handarbeit im eigenen Atelier in Deutschland. Das und die Individualisierungsoptionen treiben natürlich den Preis nach oben. Sicher bekommt man ähnliche Kleidung auch bei Biubiu, Urgye und Bravissimo, die speziell für Menschen mir größerer Oberweite konstruiert sind und die ersten beiden sind zudem deutlich günstiger. Bei mir sind aber neben den Brüsten, oft die Hüften nicht kompatibel mit Kleidern, da sie breiter sind, als sich das der Hersteller gewünscht hätte und ich finde viele der Kleider auch zu kurz für mich (1,76).

Kleid Victoria in Pflaume/Nachtblau
Schnitte: Die Schnitte sind in den meisten Fällen figurbetonend und, meiner Meinung nach, finden fst alle Figurtypen hier etwas Passendes. Die Designs sind relativ einfach und kommen meist ohne Details oder Schnörkel aus. Was mir besonders gut gefällt, ist die Länge der Kleider, meines ist 96 cm lang und somit auch für die Arbeit gut geeignet. Es gibt die Kleider auf Wunsch aber auch kürzer, bzw. kürzere Modelle. Auch Sonderwünsche werden umgesetzt.

Qualität der Ware: Das Kleid besteht aus weichfallendem Viskosejersey mit Elasthan (92% Viskose, 8% Elasthan). Wer mich kennt weiß, das ist nicht unbedingt mein Lieblingsstoff. Ich finde einer dünner Jersey, wie dieser, zeigt doch die allermeisten Kurven und Kürvchen des Körpers. Allerdings ist es so eben auch sehr bequem und von der Qualität auch nicht schlechter als z.B. Biubiu. Was mich allerdings stutzig gemacht hat ist das es nach 3-4 mal tragen schon leichtes Peeling an der Stelle gibt an der meine Umhängetasche liegt.

Gesamteindruck: Sicherlich nicht der billigste Alternative, wenn man ein perfekt passendes Kleidungsstück erwerben will, aber sicherlich eine Alternative für Menschen, die nicht im Ausland bestellen wollen und denen es nicht nur um den passenden Platz für die Brust sondern auch den Po geht.

* Dawanda ist eine Art virtueller Marktplatz für Selbstgemachtes

Habt ihr dort schon bestellt? Wie gefallen euch die Sachen?

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Sonntag, 20. November 2011

Wenn ich viel Geld hätte, dann...

... würde ich mir meine Kleidung auf den Leib schneidern lassen.

Das ist jetzt vermutlich eine typische Busenfreundinnen-Floskel, aber mal ehrlich: Sich nicht mehr rumärgern zu müssen mit Konfektionsgrößen oder einer Nähmaschine (was zugegeben auch eine Möglichkeit wäre...) - wär das nicht wirklich superkalifragilistischexpiallegetisch?! [Und bevor ihr fragt: Nein, der Beitrag ist keine Antwort auf eine Challenge, diesen Begriff irgendwie unterzubringen. Mir war nur gerade so... Es ist Herbst, es ist Sonntag, mal wieder Mary Poppins gucken wäre doch schön.]

Nun traf es sich, daß ich kürzlich ein bißchen was aus dem Leben einer Maßschneiderin/Designerin mitbekommen habe und feststellen mußte: Offensichtlich sehen die meisten Menschen, die wirklich Schotter haben, das ganz anders.
Zum einen, weil auch an ihnen die moderne Massenproduktion nicht vorbeigegangen ist. Das heißt, der Preis, den man für ein maßangefertigtes Kleidungsstück verlangen darf, orientiert sich nicht an den Löhnen wie man sie hierzulande erwarten würde, sondern muß billiger sein als eigentlich leistbar ist.
Zum anderen entscheiden sich viele, die die freie Wahl hätten, gegen die Maßschneiderei und für Designerware von der Stange. Damit werden Label und Image als Auswahlkriterien über die Passform gesetzt. Und auch über Individualität.
Eigentlich ist es ein bißchen verrückt...

Wie dem auch sei, hier ein kleiner Einblick in die Arbeit einer Münchener Designerin, die - wie ich finde - ganz großartige Sachen macht. (Ich stehe einfach total auf so 20er Jahre-Chic!)


Ich hab nicht so wirklichen Einblick in die DesignerInnen-Szene, aber mir scheint die Kombination aus Maßschneiderei und eigener Kollektion schon ziemlich sinnvoll zu sein. (Vorsicht, es folgt ein seltsamer Vergleich:) Bei einer TättowiererIn würde man sich ja auch das Portfolio angucken um zu sehen, ob man ähnliche ästhetische Vorstellungen hat... Danach könnte man dann eine Kleidung auswählen, die sowohl dem eigenen Geschmack entspricht als auch optimal paßt.

Vielleicht habt ihr auch davon gelesen, daß Christina Hendricks sich mal beschwert hat, daß zwar alle ihre Figur loben, aber sie Probleme hat, passende Designerkleider für offizielle Anlässe zu finden. Selbe Geschichte! Es steht ja zu befürchten, daß die teuren Stücke genau wie die Billigteile der Textilketten in Niedriglohnländern produziert werden... und dann passen sie noch nicht mal. Und ob es sich dann immer um so einen exorbitant großartigen Entwurf handelt, darüber läßt sich ja auch streiten. (Ich bin allerdings absolut für den berüchtigten Björk-Schwan!) Was spräche also dagegen, zu den Oscars, Emmies und Palmen keine großen Namen sondern eine Maßanfertigung nach eigenen Vorstellungen zu tragen?! Ich versteh es nicht!

Vielleicht ist das Massenkultur strikes back - Rache der Konfektionsgrößen oder so. Befremdlich ist es jedenfalls, daß alle, ob reich oder weniger betucht (jaja, blöder Wortwitz), gleichermaßen unter den Zwang des Normkörpers stellt. Da soll noch mal einer sagen, Kapitalismus führe nicht zu größerer Egalität. Ha!
Ursprünglich war es mal so, daß sich viele Menschen hierzulande nur ein paar Schuhe und zwei Sets Kleidung (für werk- und feiertags) leisten konnte - und die wenigsten sich beim Schneider in die aktuelle Mode kleiden ließen. Dann kam, hurra hurra, der (post)fordistische Kapitalismus und seither schwelgen (wenigstens) wir BewohnerInnen der westlichen Industriestaaten in saisonalen Konsumgütern... die einen kaufen dann halt bei Versace und die anderen bei H&M. (Es sei denn die kooperieren gerade miteinander. ;-)) Aber halt immer vonna Stange. Super oder?

So, das war mein Wort zum Sonntag.
Zum Schluß noch die obligatorische Frage:

Seid ihr eher artig oder eher eigen? 
(Jetzt so stiltechnisch)

Bildquelle: artigundeigen.com
 http://www.artigundeigen.com
http://en.dawanda.com/shop/ArtigundEigen


ARTIG & EIGEN

Öffnungszeiten ab November 2011

Thierschstraße 42 Montag Nach Terminvereinbarung
D-80538 München Lehel      Dienstag–Freitag 11:00–18:00 Uhr
Tel: 089 55264224 Samstag 11:00–16:00 Uhr

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