D&D-Tip: Persönliche BH-Beratung in Hannover

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Sonntag, 3. April 2011

Der erste BH-Passform-Check: Paßt er nun oder paßt er nicht?

Viele Frauen, aller Wahrscheinlichkeit nach die meisten, hatten noch nie einen richtig gut passenden BH und damit auch nicht die Möglichkeit, ein Gefühl für die richtige Passform zu entwickeln. Es kommt ja nicht nur auf die Größe sondern auf den Schnitt eines Modells an, ob es sich gut tragen läßt oder nicht.

Der allererste Punkt, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt ist also die kritische Selbstreflexion. ;)

Benötigt wird dazu:
  • Der am besten passende BH den man besitzt.
  • Ein größerer Spiegel (Je größer desto besser. Man sollte aber auf jeden Fall den ganzen Oberkörper sehen können.)
  • Eventuell ein Fotoapparat (Oft erkennt man auf Bildern viel deutlicher, wo das Problem liegt.)
  • Ein dünnes T-Shirt.
Und natürlich das nötige Know-How aus dem Internet.

Wichtig bevor man loslegt: Das sorgfältige Anziehen des BHs. 
Anstatt den BH einfach nur schnell überzustülpen, lohnt es sich, mal ein bißchen Zeit zu investieren und die Brust möglichst gut im Körbchen zu verstauen. Die Träger sollten so reguliert sein, daß die Brust zwar geformt und gehoben wird, sie aber nicht die Hauptlast des Gewichts halten. Für die nötige Stabilität sollte vor allem das Unterbrustband sorgen! (Eine pi mal Daumen-Regel besagt, daß das Unterbrustband ca. 80% des Brustgewichts halten und nur etwa 20% an den Trägern hängen sollte.)
Bei den Busenfreundinnen gibt es eine detaillierte Anleitung zum BH-Anziehen.

Fehlersuche
Ich beschreibe hier nur die häufigsten Probleme. Es gibt natürlich noch viele, viele weitere, aber es würde den Rahmen sprengen auf alle davon einzugehen. Ich kann wiederum nur auf das Forum Busenfreundinnen.net verweisen. Dort gibt es eine eigene Unterkategorie die sich dem Thema "Häufige Passformprobleme" gewidmet hat.

  • Sitzt das Unterbrustband parallel zum Boden oder rutscht es hinten hoch?
Damit das Unterbrustband seinen Zweck, nämlich das Gewicht der Brust zu halten, erfüllen kann, muß es ausreichend eng sein. Einer der häufigsten Fehler bei der BH-Wahl ist, daß ein zu langes Unterbrustband gewählt wird. Der BH ist ja nicht steif wie ein Korsett, sondern dank moderner Materialien dehnbar. Diese Dehnbarkeit muß bei der Ermittlung der Größe miteinberechnet werden.
Eine Veranschaulichung des Problems bei Bravissimo: Back of the bra is riding up.
Hier kann man gut sehen, daß der BH vorne runter und hinten hochrutscht. Das Gewicht der Brüste hängt damit automatisch an den Trägern und kann fiese Nackenverspannungen verursachen.
Weitere unangenehme Nebeneffeke können das unangenehmes Scheuern der Bügel bei Bewegungen sein oder der Umstand, daß der BH einfach vorne über die Brüste hochrutscht, wenn man die Arme hebt.


  • Sind die BH-Träger bequem oder schneiden sie ein?
Eine häufige Folge des zu weiten Unterbrustbandes ist, daß zuviel oder sogar das ganze Brustgewicht an den Trägern des BHs hängt. Dies kann zu Verspannungen im Nacken und Schulterbereich und als Konsequenz davon sogar zu Kopfschmerzen führen. Trägt man falsche BHs über Jahre hinweg, können richtige Einkerbungen in den Schultern die Folge sein.
Die Träger sind für die Brustform, nicht für den generellen Halt eines BHs zuständig - d.h. auch wenn man die Träger über die Schultern streift, sollte der BH nicht einfach nach unten wegrutschen.


  • Berührt der Mittelteil des BHs (Steg) den Brustkorb zwischen den Brüsten oder steht er ab?
Bei einem Bügel-BH sollten die Bügel in der Mitte auf dem Brustkorb aufliegen. Das heißt, wenn man von oben an sich runterguckt, sollte man nicht durch den BH durch den Boden oder seine Füße sehen können.
Daß der BH richtig anliegt ist enorm wichtig für die Stabilität und den Halt, den die Konstruktion maßgeblich über die Körbchen (Cups) und das Unterbrustband herstellen soll. Anders gesagt: Das Unterbrustband hält von unten und von den Seiten, die Cups stabilisieren und formen die Brust. Damit das funktioniert, muß das Cup die Brust von allen Seiten umschließen.
Relevant ist also nicht nur, daß die Bügel in der Mitte anliegen, sondern auch daß sie das ganze Brustgewebe umschließen und nirgendwo auf der Brust aufliegen!
Im Allgemeinen wird angenommen, daß ein nicht anliegender Steg auf zu kleine (bzw. zu flache) Körbchen hindeutet. Es kann natürlich auch noch andere Ursachen haben - vgl. dazu die FAQ bei den Busenfreundinnen Problem: Der Steg liegt nicht an.
Aufgrund der natürlichen Form eines Brustkorbes und der Breite der Bügel kann es natürlich sein, daß der untere Rand des Unterbrustbandes nicht hundertprozentig aufliegt und ihr von unten (!) noch einen oder zwei Finger von unten unters Band stecken könnt.
Daß der Steg anliegt ist nicht nur für Form und Halt von Bedeutung - er soll auch die Brüste voneinander trennen. Vor allem bei großen und eng zusammenstehenden Brüsten ist es unangenehm, wenn die Brüste aufeinander liegen und keine Luft an die Haut kommt.


  • Ist der Übergang zwischen Brust und oberem Körbchenrand sichtbar?
Eine Doppelbrust - also aus dem Körbchen quellendes Brustgewebe ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, daß das Cup zu klein gewählt wurde. Der obere Körbchenrand sollte nicht in die Brust einschneiden, sondern einen glatten Übergang darstellen. Um das zu testen, kommt das vorher erwähnte dünne T-Shirt zum Einsatz: darunter sollten zwei wohlgeformte Brüste zu sehen sein - keine vier!
Veranschaulichung des Problems bei Bravissimo: Bulging out of the Cup

Aufgabe eines BHs ist, die Brust auch bei heftigeren Bewegungen am Platz zu halten. Wer also seine Brust nach einmal bücken neu verstauen muß, trägt nicht die richtige Größe!
Der beliebteste Trick, um ein zu kleines Körbchen passend zu schummeln und sogenannte "Brötchen" zu vermeiden ist, die Träger möglichst lang zu lassen, was den unangenehmen Nebeneffekt haben kann, daß sie ständig rutschen.


Zur Illustration der genannten Probleme ein kurzes Video des britischen Onlineshops Brastop:

Hey, ich bin george und schlecht darin, mich kurz zu fassen. Ich tummle mich mit multiplen Persönlichkeiten im Netz, einige kennen mich vielleicht unter meinem Terry Pratchett-Pseudonym. Zu meinen Hobbies gehört Nörgeln, Kaffeetrinken und Prokrastinieren. Mehr Persönliches gibt es im Jahresrückblick 2013 und auf meiner Vorstellungsseite. [x]

1 comment

20. September 2014 um 17:10

Vielen Dank für den Artikel! Er ist toll beschrieben und sehr hilfreich.

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