D&D-Tip: Persönliche BH-Beratung in Hannover

On Bratabase

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Sonntag, 26. Januar 2014

D/E Sugarshape - Vorstellung Marke und Konzept/Introduction Brand and Concept

English below
Eine (relativ) neue Marke, mit einem großen Größenspektrum, einem spannenden Konzept, deutsch und sympathischen Geschäftsführerinnen. Famos! Das klingt als ob das Universum meine Bitten erhört hat. Aber wie immer ist nicht alles so rosarot, wie es am Anfang scheint. Ich werde zwei Beiträge schreiben, einen zur Marke Sugarshape und einem zum BH-Set Leyla.
Ich beobachte die Marke schon länger. Kennengelernt habe ich sie nicht über die Busenfreundinnen oder über die internationale Brafittingszene, sondern weil sie Thema war in der PR-Agentur in der ich zu der Zeit Praktikum gemacht habe. Es ging um das Thema "Seedmatch", denn die beiden Hamburger Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers haben ihre Marke 2012 dank Crowdsourcing an den Markt bringen können.
Eines der neuesten Modelle: Marilyn- Ein ungefütterter Balconette
Was die Marke von anderen maßgeblich von anderen unterscheidet ist das Größensystem. Statt den üblichen Körbchengrößen A-M, bzw. seien wir mal realistischer B-E, wird bei den Sugarshape-Schwestern die Größe direkt durch den Brustumfang (BU) bestimmt. In Schritten von 2,5 cm bietet Sugarshape Größen zwischen 82,5 und 120. Das sind beeindruckende 16 mögliche Körbchengrößen und mehr als der Großteil aller Hersteller produziert. Der Unterbrustbereich ist kleiner, aber mit 65 bis 100, hier gehts mit fünfer Schritten weiter, noch immer überdurchschnittlich groß. Leider sind längst nicht alle Größen in allen Modellen verfügbar. Das Größenspektrum ist trotzdem Grund zur Freude, das Größensystem allerdings nicht.
Ruby - ein Träumchen und
gepaddeter Halfcup
Das Sugarshape-Größensystem soll helfen, Frauen anzusprechen, die mit Buchstabenphobie kämpfen. Das ist in zweifacher Hinsicht ein cleverer Schachzug. Aus der Fittingspraxis ist natürlich wohlbekannt,  das alles über D, inzwischen vielleicht auch E, bei vielen noch immer eine Abwehrhaltung auslöst, wobei ich glaube, dass sich da viel getan hat. Außerdem bindet es die Kunden natürlich auch an den Produzenten. Denn eine Frau, die ihre Sugarshapegröße kennt und zum Beispiel eine 75/97,5 hat, weiß ja dann noch immer nicht, das sie es anderswo mal mit einer 32FF versuchen könnte.
Jetzt kann man natürlich sagen, aber die Größen der UK-Marken unterscheiden sich doch auch und obwohl sie mit dem selben System arbeiten, muss mensch ausprobieren. Absolut. Aber wenn man bei Freya meistens eine 32G trägt, dann ist das schon einmal ein guter Ausgangspunkt um zum Beispiel von da aus mal Curvy Kate oder Panache oder Tutti Rouge auszuprobieren. Es wird so nicht wirklich viel für die Aufklärung zu Größen und gegen Buchstabenphobie getan. Ich frage mich was eine Frau denkt die mit den Sugarshape-Schnitten nicht zurecht kommt? Jetzt finde ich selbst bei den Spezialisten für "Übergrößen" nichts? Ich muss mich wohl mit meinen Brüsten abfinden. Bizarr finde ich auch die Darstellung Sugarshapes es gäbe sonst keine Marken, die BHs in jungen, coolen Designs und großen Größen anbieten. Selbst wenn man die Einschränkung auf den deutschen Markt bezieht, bekommt man bei Onlineanbietern wie lace.de, enamora.de, onlyher.eu in, zugebenermaßen raren, kompetenten  Fachgeschäften und bei Change schon einiges mit durchaus ebenso gewagten oder noch ausgefalleneren Designs als die Sugarshapler.

Mein persönlicher Favorit - Seaside
(leider schon ausverkauft)
Die zweite Besonderheit der Marke zielt ebenfalls auf Kundenbindung. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Die Kundinnen* werden partizipativ in das Geschehen einbezogen. Sie können auf der Website und bei Facebook, abstimmen über Namen, Farben und die Bra Charms. Das sind die kleinen niedlichen Wechselanhänger, die man an den Bh hängen kann. Es erinnert mich vom Stil her sehr an die früheren Kampagnen von Curvy Kate. Überhaupt scheinen, die Marke sehr nahbar, so hat mir bei meinem Kontakt mit dem Shop im Vorfeld zu dem Post, tatsächlich die sehr nette und zuvorkommende Laura geantwortet und weiter geholfen. Auch die Person mit der ich via der Website live chattete war sehr hilfsbereit. Leider wurde auch im Chat bei der Suche nach der richtigen Größe nicht darauf eingegangen, dass es noch weitere Faktoren gibt, außer den zwei Maßen, die den Sitz eines BHs beeinflussen. Aber dazu mehr im zweiten Teil der Review.
Diese Nahbarkeit und Sympathie die die beiden Schwestern, die Marke und das PR- und Werbekonzept sind es dann auch, die zu meiner Enttäuschung beiträgt. Da sind meine Erwartungen dann einfach höher als bei einem Konzernriesen wie Wacoal/Eveden. Andererseits finde ich es natürlich klasse, was die Sugarshapler auf die Beine gestellt haben, ich finde, um dem morgigen Beitrag mal vorzugreifen, die BHs qualitativ hochwertig und vom Sitz auch nicht schlecht.

Was haltet ihr vom Sugarshape Konzept und Größensystem?

*Disclaimer: Alle Bilder sind Eigentum von Sugarshape und wurden mir zur Benutzung zur Verfügung gestellt

A (relatively) new brand, tons of sizes, an intriguing concept and all that made in the bra manufacturer wasteland Germany? Sounds too good to be true and in a way it is. Today I am going to talk about Sugarshape the brand, their marketing approach and their sizing system. Tomorrow I am going to show you the Sugarshape Leyla.
One of the newest bra sets: Marilyn, an unpadded Balconette
I have been following the brand for quite some time now. The first time I heard their name was through the bra fitting scene grapevine but while I was doing an internship at a PR firm where they were mentioned during a presentation on crowd funding. The two sisters from Hamburg that are behind Sugarshape broke records on seedmatch.com ( a German version of kickstarter) when they got their project funded in only 4 days back in early 2012.
Ruby, a padded half cup
Their most distinct feature is their sizing system. Instead of using the well-known letters, they 'simply' use two measurements (because that works so well) in centimeters like in my case 75/97,5 and that's your size. They also have a ton of sizes for such a small company. They offer cups in 82,5 to 120 cm (2,5 cm steps between sizes), that is 16 cups sizes. Add to that their underbands in 65 - 100 and you have yourself a pretty impressive number of 128 sizes. Don't get to giddy because no model comes in all sizes but that is quite a range.
Pretty straightforward system and pretty clever for two reasons. First, it counteracts letterphobia. As most fitter will tell you and many of your girlfriends will over coffee, everything above a D is still seen as somewhat suspicious, though it has gotten better. Secondly, their sizing system helps to inspire customer loyalty. Because knowing your sugarshape size does not tell you anything about your standard letter size. A woman how has a 75/97,5 still doesn't know she is *spoilers* a 32FF in most other brands ;) Now. I am aware that with any new brand comes the trouble to figure out your exact size. But at least you have a starting point. And more importantly, once you get over the scary letters you recognize there is very little that is scary about them.

Well, maybe how few letter some manufacturers' alphabet has, but lets not go down that rabbit hole again. 
The seaside, one of my personal favorites,
 unfortunately it is sold out already
The other issue I have is the tendency to portray themselves as the only manufacturers offering bras that come in 'big' sizes and have flattering designs. Uhm, no. Just, no. Even if you figure in the caveat 'on the German market' (which they don't) that's not quite true, there's plenty to buy on lace.de, enamora.de, onlyher.eu and sometimes even at the big river or the bay. There is also a handful of specialized shops and Change is also worth a try.

The second aspect that is also geared towards building consumer loyalty is one I quite like. Customers can participate via their website and facebook and vote on designs, names and colors. And their bra charms, which are littltle jewelry pieces that you can hook to the front. Overall the brand seems rather approachable and nice. I used their chat option and got a very courteous answer, though there seemed to be no knowledge of different breast types. Admittedly, that was back in September, so things might have changed. I was also in contact prior to this post with Laura, one of the founders and she seemed very considerate.
In conclusion I have serious issues with their sizing system and their self-presentation, but like the participation concept, the size range and their products. Though we'll talk about that in-depth tomorrow. 

What do you think about Sugarshape's concept and sizing system?



MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

2 comments

27. Januar 2014 um 18:40

Hey,
der Ruby und Seaside sind auch meine absoluten Favoriten. Leider werden sie wohl nicht in meiner Größe angeboten.
Ich hab vor kurzem mich auch mit SugarShape beschäftigt (falls ihr noch eine Meinung sehen wollt: http://the-fabulous-world-of-bras1.blogspot.de/2014/01/shopvorstellung-sugarshape-gibt-deinen.html) und finde die Idee an sich auch klasse, habe aber auch Kritikpunkte.

LG
Celina

27. Januar 2014 um 19:05

Liebe MiaRose,
erst mal vielen Dank für die Vorstellung von Sugar Shape!

Ich sehe das so wie du: aus Marketing-Hinsicht ist die Marke ein totaler Geniestreich. Ich falle leider nicht ins Größenspektrum, sonst hätte ich es auch schon mal versucht.

Ich denke aber auch, daß es im Zeitalter von Onlineshopping sehr wichtig ist, vergleichbar zu sein. Daß sich so viele Marken überhaupt noch ihr eigenes Größensystem leisten können, hat viel damit zu tun wie sehr sie im Handel etabliert sind. Das Wäschebusiness selber ist m.E. ziemlich konservativ in Deutschland - als neue Marke hat man es schwer, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob es längerfristig so eine gute Idee ist, ein eigenes System zu haben - Kundinnenbindung hin oder her.
Was die Erfindung eines Alleinstellungsmerkmals angeht, würde ich dir auch recht geben. Man muß aber natürlich auch dazu sagen, daß das viele etablierte Marken genauso machen - das ist einfach so eine Idee, daß man das Business das man hat auch behalten möchte.

Überhaupt denke ich, daß vieles von dem, was an SuSh erst mal problematisch erscheint, überhaupt nur zu Bewußtsein kommt, weil so viele Abläufe transparent gemacht werden.

Ich stelle mir vor, daß es sehr schön wäre, könnte man Sugar Shape auch irgendwo offline probieren, gerade wenn man noch nicht weiß, wie man sich in dem Größensystem verorten muß, wäre das sinnvoll. Aber, wie heißt es beim kleinen Vampir? Kommt Zeit, kommt Zahn!

Kommentar posten