D&D-Tip: Persönliche BH-Beratung in Hannover

On Bratabase

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Sonntag, 24. November 2013

D/E: Neue Autorin an Bord/ New author joined in

English below.

Liebe drüber & drunter Lesende,

ab heute gibt es auch von mir auf d&d etwas zu lesen und ich freue mich, dabei zu sein! Meine Leidenschaft für schöne Unterwäsche war schon immer vorhanden, wurde aber jahrelang von einem Gefühl der Frustration begleitet, weil ich dachte, dass es für mich keine passenden BHs geben würde. Im letzten Jahr kam – vermutlich überrascht euch das wenig, werden sie hier doch desöfteren erwähnt – dank der Busenfreundinnen die Kehrtwende, ich entdeckte meine BH-Ausgangsgrößen und das überwältigende Angebot der britischen und polnischen Hersteller in meinem Größenbereich.

Was sind denn meine BH-Ausgangsgrößen fragt ihr euch vielleicht? Und wieso nenne ich das überhaupt Ausgangsgröße und nicht einfach BH-Größe? Zunächst: Ich trage meist 30GG oder 32G bei britischen Herstellern und 65G-I bzw. 70F-H bei interkontinentalen Herstellern. Wie ihr v.a. bei den Größenangaben zu den interkontinentalen Herstellern sehen könnt, gibt es große Schwankungen, wie die BHs ausfallen. Ist das Unterbrustband eher dehnbar oder nicht, wie groß oder klein fallen die Körbchen aus. All das spielt mit rein, weswegen ich nicht sagen möchte, dass ich eine bestimmte BH-Größe trage, sondern eben eine BH-Ausgangsgröße.

Seit letztem Jahr haben im Rücken hochrutschende Unterbrustbänder und vorn herausfallende Brüste also endlich ein Ende. Schluss mit ständigem Nachjustieren meiner Brüste im BH. Her mit den gut sitzenden und dazu auch noch ausgesprochen hübsch anzusehenden Büstenhaltern (und dem neuen Selbstvertrauen)! Bei meiner Lingerie-Leidenschaft konnten endlich ungehemmt die Sicherungen durchbrennen und hier ist sie:


Meine BH-Sammlung

Zumindest der Teil, der mir momentan passt. Nicht dabei sind schätzungsweise 20-25 BHs, die mir entweder nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen und zur Zeit in einer Schublade ihr Dasein fristen müssen. Auf Seidenpapier gebettet versteht sich! ;)


Erkennt ihr einige der BHs auf dem Foto? Zu welchen BHs würdet ihr euch eine Rezension wünschen? Und: Wieviele BHs befinden sich denn in eurer Sammlung, falls ihr eine habt?

Anja ist seit November 2013 mit dabei. Eigentlich Diplom-Psychologin hat sie nach ihrem Studium erst einmal ihre Leidenschaft für Lingerie und die richtige Passform zum Beruf gemacht und arbeitet derzeit als Bra-Fitterin. Ihren Vorstellungpost findet ihr hier: Neue Autorin an Bord. Seit Juni 2014 schreibt Anja auch ihren eigenen Blog: Everyday Boudoir.

Sonntag, 17. November 2013

D/E: Evollove New Beauty + Bright Flight

Heute möchte ich euch eine relativ junge australische Marke vorstellen: Evollove. Die Marke gehört zur Bendon Gruppe, zu der unter anderem auch Pleasure State und Fayreform gehören, die ebenfalls BHs im DD+-Bereich anbieten. Beide Marken sind in Europa jedoch schwer zu bekommen. Evollove gibt es unter anderem bei Enamora, Asos und Figleaves. Die Evollove BHs sind günstig und sollen wohl eher jüngere Frauen ansprechen,  das Design ist oft bunt und verspielt. Das Größenspektrum ist mit BHs im Bereich 30-38 D-G eher durchschnittlich. Es gibt außerdem KEIN FF. Ich habe im Netz nur wenige Reviews gefunden und diese waren doch eher durchwachsen. Allerdings konnte ich nicht widerstehen als ich im Sale bei Asos wieder über die Marke stolperte. Viele Größen waren schon ausverkauft aber ich konnte mir den Bright Flight in 30G (durch Fehlen des FF-Körbchen eigentlich UK-Größe 30FF) und den New Beauty in 32G (UK-Größe 32FF) schnappen. 

Bevor ich ins Detail gehe, noch ein paar Worte zu meinen Brüsten. Ich habe weiche Brüste mit viel Volumen im oberen Bereich, die mitteltief auf meinem Torso sitzen und eng zusammenstehen. Außerdem habe eine mittelbreite Brustbasis. Meine Größe schwankt zwischen 30FF und 32FF. Mein am besten passender BH ist ein Cleo Marcie in 32F.


Nun aber zu den BHs. Der Bright Flight in 30 G ist nicht nur eigentlich ein 30 FF, sondern fällt zu allem Unglück auch noch kleiner aus. Ich würde sagen 1/2 bis 1 Körbchen. Das UBB ist größengetreu. Er ist mir dadurch sowohl im UBB etwas zu klein und deutlich zu klein im Körbchen. Die Bügel sind mittelbreit und das Körbchen eher flach. Der Halt ist sehr gut, die Brüste werden etwas angehoben, jedoch wenig zur Mitte gebracht. Die Träger sind leider nur zur Hälfte regulierbar. Die Qualität ist okay, die Nähte sind sauber vernäht, aber am Steg stehen Fäden ab, wie mensch im Detailfoto sieht. Mehr kann ich leider nicht sagen, da der BH zu klein ist.





Der New Beauty (anderswo unter Beauty Blaze zu finden) hat mir auf der ersten Blick sehr gut gefallen. Princess Blue ist ein leuchtendes Kornblumenblau und der BH passt mir auf den ersten Blick auch gut.
Das UBB ist größengetreu und das Körbchen ein knappes 1/2 Körbchen kleiner.
Der Halt ist sehr gut, die Brüste werden etwas angehoben, allerdings kaum zur Mitte gebracht. Die Form ist rund. Der Steg liegt an, was mich doch überrascht hat. Ich vermute, dass passiert, da meine weichen Brüste in dem BH Ausweichmöglichkeiten haben und zur Seite gedrückt werden, beziehungsweise die weiche Spitze sich auch zu einem gewissen Maße meinen Brüsten anpasst. Der Ost-West Look hält sich allerdings in Grenzen.
Der BH hat von den Messwerten eher breite Bügel, die jedoch sehr wenig flexibel sind. Zusätzlich läuft der Bügel steil aus und nicht wie bei Cleos in Form eines 'Nike'-Hakens. Durch den Verlauf und die Steifigkeit des Bügels ist der BH trotz der Maße nicht für Frauen mit einer breiten Brustbasis geeignet.
Der BH hat einen dreiteiligen Schnitt und ist doch eher bedeckend, aber es ist kein Full Cup. Ich hoffe, dass mensch auf dem Bild mit dem Shirt sehen kann, wo der Cup endet.
Die Spitze ist weich und anschmiegsam, jedoch sind die Nähte auf der Innenseite unsauber verarbeitet.
Ich wäre geneigt den BH auf Grund des hohen Tragekomforts und der tollen Farbe zu behalten, allerdings habe ich ein großes Problem mit den Trägern. Sie sitzen zu weit außen und schneiden dadurch in die Achseln, was auf Dauer schmerzhaft ist.

Der Bh ist sicher einen Blick wert für Frauen mit einer mittelbreiten Brustbasis, mit Volumen im mittleren Bereich, die einen bequemen BH für jeden Tag brauchen. Mehr als 35 Euro würde ich allerdings auf Grund der Verarbeitungsmängel nicht dafür ausgeben. 



Kennt ihr die Marke? Spricht sie euch an? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

MiaRose bloggt seit Ende 2011 auf Drüber&Drunter. Neben Brafitting schlägt ihr Herz für sinnvolle/lose Diskussionen, gutes Essen, Jugendliteratur und allerlei anderes popkulturelles Gedöns. Ihre aktuellen Maße sind (94) 97 (96)-73-101. Ihren Vorstellungspost findet ihr hier: Me, myself and I.

Freitag, 15. November 2013

Link-Tip: der BH-Lounge Blog, heute "Schwestermodelle"

Ihr könnt euch vielleicht an das Interview erinnern, das MiaRose Ende letzten Jahres mit Anne-Luise geführt hat? (Falls nicht, hier noch mal zum Nachlesen: BH-Lounge Teil 1 + Teil 2) - Anne-Luise hat sich vor einem Jahr als Bra Fitterin in Hannover selbstständig gemacht, ihr Projekt heißt die "BH Lounge" . Seit September schreibt sie auch einen Blog, den ihr unter


findet und auch direkt über Blog Lovin' abonnieren könnt.

Nun gibt es extrem wenige Frauen, die sowohl über praktische Erfahrung im Live-Fitten als auch den theoretischen Hintergrund der Busenfreundinnen verfügen - und schon deswegen möchte ich euch den Blog sehr ans Herz legen. Wir auf drüber&drunter haben eine sehr ähnliche Herangehensweise ans Thema und wir freuen uns sehr, daß wir nun noch eine neue Perspektive in der deutschen Blogosphere begrüßen dürfen. (An der Stelle auch noch mal ein Hinweis an die anderen beiden Bra Fitting Blogs, denocte's Kurvendiskussionen und BraBerliner's Gynäkomastie-Blog)

Apropos familiäre Beziehungen:
Der neueste Beitrag auf dem BH Lounge-Blog ist eine Erklärung der Begrifflichkeit Schwestermodelle, die in der Kategorie BH Lexikon gepostet worden ist. Ich gehe daher mal davon aus, daß das eine Reihe wird. Yey! :)

Ganz im Ernst, das ist wirklich total hilfreich. Gerade wenn man sich nur in der Online-Community herumtreibt, verliert man oft den Bezug dazu, wieviel eine Frau, die sich noch nie damit beschäftigt hat, über das Thema BH-Anpassung weiß, nämlich meistens nicht sehr viel. Nun ist nicht nur das Thema an sich schon ziemlich komplex, häufig werden Infos dazu auch so vorgetragen, daß man erst mal nur Bahnhof versteht: Brötchen? Orange im Glas? Buchstabenphobie? WHAT?!!

Im Lauf der Zeit, mit fortschreitender Theoretisierung und Analyse von Bra Fitting und Passform, haben sich bei den Busenfreundinnen immer mehr Fachbegriffe etabliert, die für den Laien z.T. völlig unverständlich sind. Regelmäßig festzuhalten, was nun was bedeutet ist aber nicht nur für eine Außenstehende wichtig, die sich zum ersten Mal mit BH-Passform und richtiger Größe beschäftigt, sondern auch zur Selbstvergewisserung notwendig: nur so kann man überprüfen ob Theorie und Praxis überhaupt noch übereinstimmen oder man theoretische Versatzstücke mit sich herumschleppt, die praktisch längst widerlegt wurden. (In eigener Sache: auch wir haben in letzter Zeit wieder ein bißchen an unserem Glossar gebastelt.)

Aber ich drifte schon wieder ab. Noch eine weiter Anmerkung zum Thema "Basiswissen":
Im Oktober hat Anne-Luise schon eine kleine Reihe zum "Pink October" veröffentlicht, zu dem auch ein Beitrag zum Brust-Abtasten gehört, den ich euch wärmstens empfehlen möchte: Brustkrebsvorsorge auf dem Sofa – eine Anleitung

Habt ihr auch manchmal Probleme mit dem BF-Vokabular?
(Fragen sind übrigens jederzeit willkommen... :))

http://blog.bhlounge.de
BH Lounge - Endlich passende BHs
Brafitting und Passformberatung in Hannover
Website: http://www.bhlounge.de
Blog: http://blog.bhlounge.de
Twitter: http://twitter.com/bh_lounge

Freitag, 8. November 2013

OT: 50 Shades of Nude - Foundation und Diversity


“Winter is coming”… und die Catchphrase macht das auch nicht wirklich besser. Zumal sie im Frühjahr deutlich witziger ist, denn streng genommen ist nach dem Winter natürlich vor dem Winter und Winter ist am schönsten, wenn er noch weit weg ist. Finde ich. Wie dem auch sei… langsam ist das schöne bunte Laub verschwunden und die Tage werden kurz und zu kalt ist es sowieso – also ist es kaum noch zu leugnen daß wir in der kalten Jahreszeit angekommen sind. Spätestens jetzt wäre es an der Zeit, sich mit der Anschaffung von Anschaffung von neuen Winteraccessories über das Unvermeidliche zu trösten. Konsumkick gegen Herbstdepression.

Neben Mütze, Schal und Handschuhen steht bei mir jedes Jahr noch ein weiteres “Drüber-Item” auf der Anschaffungsliste:  die “Winterfoundation”, also ein (Flüssig-)Make-Up, das mich durch die kalte Zeit begleiten und erst unter Beimischung der Sommerfarbe und irgendwann pur einen ebenmäßigen Teint vorgaukeln wird – aller Heizungsluft, Kälte und fehlender Sonne zum Trotz. Also habe ich etwas gemacht, was ich schon seit fast zwei Jahren nicht getan habe: Kosmetikblogs gelesen und Swatches (Farbklekse) gegoogled, denn so ein Foundation-Kauf will gut recherchiert sein. Winking smile

Neben der Problematik von Textur, Deckkraft und Verträglichkeit stellt sich für mich vor allem die unerfreuliche Frage nach der passenden Farbe. Ich habe eine – in meinen Augen für mitteleuropäische Verhältnisse nicht außergewöhnlich seltene – Hautfarbe, die im Sommer relativ schnell auf ein mittleres Gold-Gelb bräunt, im Winter aber auf Wandfarbe mit ausgeprägt gelbem Unterton ausbleicht. Dummerweise ist offensichtlich vorgesehen, daß mein Hauttyp stets sommerbraun zu sein hat, denn mit fortschreitender Blässe wird es immer schwieriger ein halbwegs passendes Makeup zu finden:  Je heller die Haut, desto weniger verzeiht sie eine falsche Nuance und auf meiner Haut wirkt  dann irgendwann alles einfach nur noch rosa, selbst die neutraleren Beige-Töne.

Eigentlich kein Wunder, denn der deutsche Markt scheint auch im Bereich Foundation auf das altbewährte Prinzip “One fits all” zu setzen – üblicherweise findet man im Drogerie-Regal vier bis sechs Nuancen eines Make-Ups, die anscheinend mehr oder weniger auf gut Glück zusammengestellt werden und in der Regel im mittleren Farbspektrum rangieren; wer also hellere oder dunklere Haut hat oder eine andere Farbnuance benötigt, der guckt in die Röhre. Hurra Diversity! 

Ist es nicht schön, wie man bei jedem beliebigen Thema auf die Diskrepanz zwischen dem normalverteilten Mainstream-Angebot und den individuellen Bedürfnissen der konkreten Einzelperson zu sprechen kommen kann?

foundationquest
Weite Teile meines aktuellen "Malkastens"

Sonntag, 3. November 2013

BH-Passform-Probleme: Orange im Glas - Reloaded

Bei den Busenfreundinnen wurde diese Woche über einen “Klassiker der BHlogie” diskutiert: die Orange im Glas.

Der Begriff stammt aus der polnischen Bra-Fitting-Bewegung und ist ein Bild für ein Passform-Problem, das erst einmal nach einem zu großen Körbchen aussieht: der Stoff wirft Falten, die Brust füllt den BH nicht aus. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, daß der Bügel auf der Brust und nicht daneben verläuft – er ist zu schmal, als daß die Brust überhaupt ins Körbchen hineinkommen könnte. So wie eine Orange, die am Rand eines Glases hängenbleibt. Oder in meinem Fall ausnahmsweise mal eine Avocado.

avocadoinnatasse_smll
OiG heute mal anders: Avocado inna Tasse
Erst wenn der Bügel breit genug ist, um wirklich um die ganze Brust herumzuführen, läßt sich feststellen, ob das Körbchenvolumen hinkommt oder zu groß bzw. evtl. sogar zu klein ist. 
(Siehe dazu auch einen früheren Beitrag von MiaRose: Orange im Glas. Eine super Veranschaulichung dazu findet ihr auch bei der BH-Lounge unter Passformprobleme / 3. Bild.)

Soll heißen, die Orange im Glas beschreibt ein Kompatibilitätsproblem das auf einem zu schmalen Bügel beruht. Im klassischen Fall sieht das etwa so aus:

orange1smll
Grün = Brustbasis, Gelb = Bügel | Ist ein bißchen spooky geworden...
naja, durch Zeitnähe zu Halloween noch verzeihbar, oder?

Das Grüne soll die Brustbasis sein, also der Bereich auf dem die Brust angewachsen ist. Die gelben Ringe sind die Bügel, die deutlich zu schmal sind um die Brust zu umschließen.

Der Modellfall der “OiG” von dem lange ausgegangen wurde, waren die unpassenden Schnitte im Bereich der ungefitteten A- und B-Cups, beispielsweise bei einer 75A, die zu groß wirkt, obwohl sie eigentlich schon zu klein ist: wegen der zu schmalen Bügel kann das Körbchenvolumen nicht genutzt werden, der BH liegt ein bißchen wie ein Hütchen auf der Brust. Bei einem engeren, ausreichend stützenden Unterbrustband würde jedoch sofort auffallen, daß das Cup noch zu klein ist. Häufig ist eine britische 30D für eine angebliche 75A-Frau die deutlich bessere Wahl. 

Nun kann das Phänomen der zu schmalen Bügel natürlich auch in jedem anderen Größenbereich auftreten; ein ehemals schon oft von Maria genanntes Beispiel sind Brüste, die seitlich nicht deutlich definiert sind sondern eher sanft auslaufen. Vor allem bei dicken Frauen ist es manchmal nicht so klar, wo das Brustgewebe aufhört – gerade da ist es wichtig, daß die Bügel breit genug gewählt werden, sonst wird der Bügel vom Gewebe nach außen gedrückt und piekst in den Arm oder die Achsel. 

Die Erwartungshaltung, ein BH sei zu groß, ist übrigens nichts was nur Frauen mit kleinen Brüsten haben, Stichwort Buchstabenphobie. Der zu probierende BH wird dann oft nur schnell übergestülpt – wirft Falten? Na, dann muß er wohl zu groß sein! 

Nun rutschen größere Brüste aber selten von selbst an Ort und Stelle, häufig muß noch “nachsortiert” werden. Daher ist der scharrende Griff hinter den Bügel und das ordentliche Anheben der Brust wirklich unbedingt notwendig um eine OiG auszuschließen. (Zum richtigen Anziehen siehe bspw. den 7 Punkte Plan)

Neben der klassischen Orange im Glas gibt es jedoch auch noch eine - sagen wir mal -  Unterform, der ich selbst lange keine Beachtung geschenkt habe, obwohl sie mir beim Live-Fitten häufiger begegnet ist.
Angenommen eine Beispielfrau trägt bei Elomi eine 38GG, möchte aber unbedingt einen Panache-BH probieren und versucht eine 38GG im Andorra – Fazit: viel zu klein. Nach mehreren Versuchen wäre man dann bei irgendwas absurdem wie einer 38J angekommen, weil alles andere zu klein war. Die Bügel der 38J sind aber nun so lang, daß sie die arme Beispielfrau förmlich aufspießen. Zusätzlich bleiben die Körbchen unten leer und die Bügel drücken auf den Bauch.

Ein möglicher Grund dafür ist, daß die Brust zwar oben die Bügelbreite braucht, die Bügel selber aber zu tief und U-förmig sind um richtig unter die Brust zu passen. Ich hab das schon mal vor zwei Jahren in einem kurzen Beitrag zu “Warum BHs nach unten rutschen” erwähnt. Mittlerweile – dank mehr Praxiserfahrung – glaube ich, daß das häufiger vorkommt als ich damals gedacht hätte. 

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Bügel ist unten zu schmal für die eher breite Brustbasis.

In diesem Beispiel ist das Körbchenvolumen eher zu groß als zu klein – der unten verschenkte Platz muß ja oben irgendwie ausgeglichen werden. Dh. wenn der BH oben keine Brötchen macht ist das Volumen eigentlich schon zu groß. Gemessen an der klassischen Variante ist das eigentlich schon fast eine umgekehrte Orange im Glas.
Winking smile
Anzeichen dafür ist auch, daß man bei einem passenden Schnitt im Körbchen wieder runtergehen kann. (Beispiel Elomi) 

Leider kann ich in anderen Größenbereichen noch nicht mit Ideen dienen; theoretisch sind Bügel von Bravissimo, Curvy Kate, Fantasie und Freya alle ein bißchen mehr häkchenförmig (“Nike-Swoosh”) als die sehr U-förmigen Panaches/Cleos. Es gibt aber auch viele Fälle, in denen der Wechsel von Panache auf andere Marken auch nichts bringt.  Sobald es da was Neues gibt, werde ich berichten. Bzw. wenn ihr was dazu wißt:immer her mit den Infos!)

Lange Rede, kurzer Sinn: die richtige Bügelbreite und –form ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt beim Brafitting. Zum Thema Bügel gibt es passenderweise auch einen ganz neuen Gastbeitrag bei Lingerie Addict, Bra Wires 101 – A Basic Guide by Lyzzy Beswick.


Wie kommt ihr mit euren BH-Bügeln klar?
Schon mal eine Orange im Glas erlebt?